Bi us tou Huus...

Is Inbildung uck’ne  Bildung?

29.03.2025/KW 14  – Inbildung, off dröpp man siene Verwandten woller?

Et wedd so väl vertelld, wie dat in Himmel utsütt. Dat weit jo kiener, un jüss deswägen kann uck kiener dat Gägendeil behaupten. Hier is uck so‘ne lüttke G’schichte dortou…

Harms Oma wör storben un köm dor dann baoben bi Petrus an. Sei wör up Eern all jümmers ’n resolut Froumenschke wän, un stöw fors up’n Petrus tou: „Hört sei mi maol tou, goue Mann“, füng sei an, „ick bün eine Harms un bevör gi mi irgendwo henstoppt, kiekt eis tou, wo miene Verwandten sünd. Dor will ick unbedingt hen…“

Petrus wör eis gans bestött van so’n rischken Schnack. Naja, aower hei  wull ehr den Gefalln doun un blörde in ein van siene Bäuker herümme. „Harms, Harms“, brummde hei aale, „dor finn ick hier aower nix. „Kann jo gornich“, sä Harms Oma dorup, „dor sünd doch all gansen Deil van dode. Sünd dei hier dann gornich ankaomen? Dei kaönt sick doch ünnerwängs nich aal verbistert häbben…“

Petrus nehm dat nächsde Bouk, wo uck dei Pastöre un Graofen instünn’n.  Un woller brummde hei: „Harms, Harms, Harms. Nä – uck hier kann ick nix finnen.“ „Kiek wieter“, sä Oma Harms, „häss doch noch mehr Bäuker!“

„Jao, jao – wo schack denn anfangen?“, frög Petrus trügge. „Fang man gans vörne an“, sä Oma, „dor mäöt wie nu dör…“ Un Petrus kreeg dat eiersde Bouk her: „Hier fang wie nu an. Hier staiht Adam un Evao..“

„Hollt, hollt“, ünnerbrök  Oma Harms fors, „dor hei wie’t jo all. Evao, Evao – jao, jao – ick wait’t all, Evao, dat  wör all eine geborene Harms..!“ 

Un wat häff Petrus dacht – villich: Inbildung is doch wull nich dei richtige Bildung!

Wat Kinner so denkt… Opa vertelld siene Enkel: „Wenn us Hergott schreit, dann rängt dat un wenn dei Sünne schinnt, dann lacht hei…“ Un at dor Näbel upköm, mennde dei lüttke HeinI: „Kiek maol Opa, un jetzt rookt hei..!“

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Us Oma is villich ‘ne Marke…

8.03.2025 – Omas sünd villich ‘ne Marke… KW 11/25

Poor lustige G’schichten van fräuher:

Oma wör wählen gaohn. Dat har sei all lange nich mehr. Dei Kinner harn ehr aowerrädet, wulln ehr dor uck gern henbringen.
Nä, hen wull sei dor alleine, mit Rad wull sei dor hen. Villich dröp sei jo noch wat toun schnacken.So schmeet sei sick up ehrn Draohtäsel un los güng et.
Dat düerde lange, bit as sei woller köm. Dei Kinner wörn all in Sorge. Aower Oma keek noch gans flügge ut, as sei dor ümme Ecke fägen köm. „Na“, frögen dei Kinner, häss du dat aal vörnänner krägen?“
„Jao, jao“, sä  Oma,“wenn dat bi dei Waohl uck nich einfach wör. Ick wüss nich, wat ick mit dei groten Boukstaoben anfangen schull. Ick häbb KPD wählt, dat mott dei Kaplaon van Dinklage wän – dor bün ick uck noch mit verwandt ..!“
„Dann bün ick“, vertellde Oma wieter, „noch henne wän tou bichten. Ha, un denn Paoter häbb ick anflait’t. Hei hätt mi utscholln, weil ick bicht häbb, dat ick aower ännere Lüe schnackt har. Tou Buße schull ick jeden Dag bit nao dei nächsden Bichte 3 Vater unser,  unsowieter  – bäen.
As ick dunn up`n Trüggeweg wör, sehg ick, dat dor in eine ännere Karken uck Bichte säten wüdd. Ick dor rin, köm uck fors anne Rege, häbb schnell ’n poor bekannte Sünnen affdöschket, un woller rut ute Karken. Siehste – un nu häbb ick aals uppe Rege un bruuk mi dor nich jeden Dag mit rümmeschlaon..!“

Un noch’n poor G’schichten:
ne Oma wedd ut’n brennendet Huus haolt. Dei Füerwehr hölpt ehr uppe Lettern. „Jetzt moss dei Tähn’n tousaom bieten“, mennt ein Füerwehrmann. „Oh Gott“, sägg Oma, „dann man woller trügge, mien Tähn´n leegt noch uppe Kommoude..!“

Oma is tou Beseuk: Dei lüttke Heini packt ehr dauernd anne Hand. „Wat häss du? Worüm dais du dat?“, fraogt Oma. „Dormit man di nich klaut, Oma. Us Papp´n häff sägg, du kunns us staohlen wern..!“

An dei Grenze kummp dei Zöllner dör’n Zug un fraogt gans luut: „Zigaretten, Alkohol, Kaffee?“ Oma mennt gans dröge:“ För mi bitte nur eine Tasse Kaffee…“

Wat sä Oma, as dei Enkelin van himmlische Liebe schwärmde: „Himmlisch? Sowat is gefährlich. Dat is wi bi Sternschnuppen. Touers bisse sien Stern. Un naoher bisse üm schnuppe..!“

Nu seuks se uck all Inbräkers…
Bleumers Oma kunn nich gout seihn. Deswägen läsde Opa ehr dei Zeitung vör. Touers köm dei lessde Siete dran. Verlobungen, Hochtien, Kinnerdöpen, Beerdigungen, usw. Dann köm hei tou denn hiesigen Deil: „Einbrecher gesucht“, läsde hei dor eine Äöwerschrift.
„Oh Gott, oh Gott“, mennde Oma, „wat is dat för’ne Welt. Nu seukse uck all Inbräkers. Off sick dor wull wekke up mell’n dout?“

Omas sünd ‘ne besünnere Marke!

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23-02-25 – Disse Wäken bi „Use Kläönschnacker…

08.02.25 – Dat is’n Schnäppchen… KW 7/25

Harms Gerd wör utsiedelt worn un har nu’n groten neien Hoff. Toun neien Hoff hört uck’n neiet Auto, mennde Gerd. Hei har sick’n neien Benz bestellt un wull denn sülwes afhaolen.

Dat Geld har hei sick aowere Johrn immer trüggelegg.  Weil hei nümms troude, wull hei denn in bor betaohlen.

In Stuttgart ankaomen, tellde hei dat Geld nochmaol nao. Un wi dat Mallör wull, et wör eine Mark tou kotte. Wat nu? Dei leeten se üm bestimmt nich aff, weil hei so hart verhannelt har. Dat wull hei uck nich wäten.

Nu stünd hei dor in Stuttgart uppe Straoten, wör an äöwerleggen. Dor sehg hei dor’n Kerl an bädeln.

Hei dor hen. „Kanns mi’ne Mark affgäben?“ frög hei den Mann rischk herut. Dei keek üm  so van ünnen bis baoben an: „Und – was wolln sie denn damit?“

Gerd drucksde rümme, stäöterde wat d’her, un sä touless: „Ick will mi blots’n Mercedes koopen!“

„Das ist gut“, sä dei Mann. „Hier hast zwei Mark. Bring mir auch ein`n mit.“

Is dat nich’n Schnäppchen?

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Kinner, Schoule un Tügnisse…

01.02.25 – Schoule un Tügnisse…KW 6/25

Dei lüttke Heini is‘n gansen Schlauen: „Mien Papp´n will mi füfftig Mark gäben, wenn ick´ne Eine in Diktaot krigg.“ „Dann streng di man an“, sä dei Lehrer. „Ick weit wat Bäteres“, sä Heini, „giff mi man dei Eine, un wi deielt us dat Geld.“

Doch nich inne Pause… Dei Lehrer sütt inne Pause denn lüttken Korl van ein up ännere Bein wüppken. „Wenn du uttreern moss, dann gaoh doch hen“, sägg hei tou üm. „Nu doch nich“, kummp dor trügge, „Pause is Pause..!“

„Wat  schall ick  mit di maoken„, kick dei Köster Heini straofend an „All woller taihn Fähler in´t Diktaot.“ Heini keek üm lange an un mennde: „Maol ehrlich, Herr Lehrer, gi seukt dor uck jo extra nao..!“

Peter kann nich gout räken. Dei Lehrer will üm dat verklorn: „Wenn diene Mamm´ taihn Appel up jou fiew Kinner verdeilen will, dann..?“ Peter ünnerbrök üm: „Dann maokt sei dorvan Appelmous..!“

Wat sä Bernd aower denn Schulkollegen: „Hei kunn nich bit dreie tellen, aower man möss mit üm räken..!“

Fraogt dei Lehrerin: „Wat bedütt dat: Ich gehe weg, du gehst weg, er geht weg..?“ Gerd: „Dat heit, dat se aal utnaiht sünd!“

Religionsünnerricht: Dei Lehrer schriff ann Taofel: Papst Johannes XXIII  un fraogt , wat dei Taohlen bedüert. Dei lüttke Fritz, Säöhn van den Gastwirt,  meldt sick: „Gans einfach, Johannes har twei Beier un drei Korn!“  

Schoulupsatz… Äöwerschrift: Wenn ich Generaldirektor wäre. Alle sünd fliedig tougange. Nur Jan sitt gelangwielt up sien Stouhl un maokt gornix. Lehrer: „Wat is, wull du nich anfangen?“ Jan: „Worüm? As Generaldirektor teuw ick up miene Sekretärin!“

Opa bekick Fiddis Upsatz aower dei Politik un schüddelt mit´n Kopp: „Worüm nimms du di nich´n Beispill an Adenauer. Dei wör in dien Öller all dei Beste inne Schoule!“ Fiddi: „Un in dien Öller all Bundeskanzler..!“

Felix hätt in Geschichte eine Sesse up Zeugnis mitbrocht. Dei Öllern gans upgerägt: „Wi kummp dat?“ Felix: „Dat ligg doran, dat immer wat fraogt wedd, wat lange vör miene Tied passeiert is..!“

Ick weit, wo hei waohnt.. Heini kummp mit´n leip Tügnis nao Huus. „So ein Tügnis is doch glatt´ne Tracht Prügel wert“, mennt sien Papp`n.„Menn ick uck“, sägg Heini, „laot us forts hengaohn. Ick weit, wo dei Köster waohnt..!“

Beholl den Verstand… Korl is toufräe mit dat Tüügnis van seine Dochter. „Ick glöw, denn schlauen Verstand häff use se van mi“, mennt hei tou seine Frou. Diei giff trügge: „Dat glöw ick uck“ sä sei, „ick häbb mien’n nämlich noch..!“

Klouke Menschen maokt nich aale Fähler sülwes. Sei gäwt uck ännere dei Chance dortou…

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Wer kannt am besten? Wer betaohlt am meisten?

Wer betaohlt am meisten... KW 3/25
Brows Hinnerk har sick anwähnt, Sönndaogs bi dei Prädigt intouschlaopen. Weil hei vörne inne Karken seet, sehg Pastor dat wull, mäögde aower nix seggen, weil hei wüss, dat Hinnerk up sien Hoff düchtig arbeiten möss.
Aower Hinnerk schull uck siene Prädigt hörn. Wie krigg ick dat hen, dachde hei nao… Dor köm üm eine Idee. Hei sprök denn lüttken Fiddi an. Hei wüss, datt dat einer wör, dei sick an aals rantroude un frög üm, off hei sick´n bäten Geld verdein´n wull? Dei wör fors bi d´Saoke, as hei üm dat verklorde.
„Du sess di inne Karken immer näben Brows Buur“, sä Pastor tou üm, „un jedsmaol wenn hei dann bi dei Prädigt inschlaopen will, stöts üm immer so´n bäten an..“
Jao – gout, Fiddi har´t  begräpen. „Ao-aower“, stäöterde hei, „ick kunn doch uck wat verdein´n?“ „Jao, richtig“, sä Pastor, „wenn du gout uppasst, kriggs du dorför jeden Sönndag füfftig Pennig!“
Dat güng uck anfangs recht gout. Nao´n poor Sönndaoge schlöp Hinnerk aower wi vörher bi dei Prädigt in. Pastor schnappde sick fors denn Fiddi: „Wat is los, worüm passt du nich mehr up?“
„Ja,“ mennde Fiddi un reew sick dei Hann‘n, „dann moss aower düchtig naoleggen, ick krigg van Brows Buur eine Mark, wenn ick üm schlaopen laot… Wat is – wat beier gi mehr, wenn ick´n woller wecken dou..?

Wer kann et am besten..?
Dei Jungs praohlen maol woller ümme Wette. Sägg dei eine: „Wi häbbt ein Pastor inne Familge – dor sägget wi Hochwürden tou.“
Dei Nächsde wull´t bäter käön’n: „Wi ein Bischoff, – dortou sägget wi Exillensch.“
Fiddi, maol woller use Fiddi, settde dor noch einen rup: „Wenn use Opa nachts midde Bettmüssen herümmebistert, sägget bi us aale „oGott oGott“!“

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Bin ick denn blots noch eine Nummer?

Bin ick denn blots noch eine Nummer? KW 2/25

Bullermanns  Gerd  har maol woller Arger mit dei sog. Bürokratie. Heini sien Jung wör in Kur, un hei schull sick üm aals kümmern. 

Dat güng all fors los, as hei uppe Sporkassse köm. Ein Wichtken, sporsaom antrucken, köm up üm tougewackelt. Gerd sä ehr, dat hei ’ne Räknung betaohlen wull. Dei lachde üm gans patent an un frög: „Und wi möchten sie es denn? Welche Nummer bitte?“ Gerd keek ehr lange an un sä: „Schäm di wat. Haol ein’n van dei Kerls her.“

Nao’n Tiedlang köm dann einer an un frög: „Sie möchten sicher eine Überweisung tätigen? Dafür brauchen wir jetzt eine IBAN-Nr.“ Gerd rischkede sick: „Junger Mann, dat wick jou säggen. Mit denn Iwan will ick nix tou doun häbben. Ick wull’ne Fouerräknung an dei Genossenschaft betaohlen. Aower wenn gi blots dumme Fraogen stellt, gaoh ick woänners hen!“ Un wäge was hei.

Ick kann wull eiers nao’t Finanzamt gaohn. Villich kann ick dor uck direkt dei Stüern betaohlen füllt üm in. „Steuer bezahlen – gerne, welche Nummer haben sie?“ kreeg hei fors tou hörn. Gerd wüdd eiers blass un dunn knäterrot: „Verdammt noch maol. Wat interesseiert mi jou Nummernsalaot. Ick bün Harms Gerd, dat mott doch reichen.“

Dei Beamte wör touers gans bestött. Hei versöchde et nochmaol:  „Ich kann meinem Computer hier so nichts eingeben, dann gäbe es ein großes Durcheinander“, mennde  hei. Gerd schnaude trügge: „Wat kann ick dorför, wenn dien Gehilfe dor dat döreinänner bring. Dann schaff di ein’n an, dei dorvon kien Schetter krigg.“ Un stracks wör hei wer buuten.

Dunn hen nao’n Supermarkt. Dei häbbt vandaoge Soppenfleischk in Angebot, har siene Liese sägg. Hei ran inne Fleischtheke un sprök’ne Verkäuferin an. „Haben sie denn schon eine Nummer gezogen?“ frög dei trügge…

Gerd sä nix mehr. Dat is touväl, dachde hei bi sick‚ dat holl ick nich mehr ut. Hei draihde sick ümme, rut ut den Laoden,  un stracks nao Huus.

Siene Liese sehg üm wull fors an, dat hei Arger hat har. „Sett di man eiers eis’n bäten hen, dormit du tou Ruhe kummps“, sä sei fors. Dat dö Gerd uck. Hei mök et sick in Sessel bequem. Langsaom füllt dei Kopp bisiet un hei schlöp  in.

Prombt füng hei an tou drömen. Natürlich van dei Nummereie. Hei drömde, dat hei’n schworen Unfall hat har. As hei mit denn Krankenwaogen in’n Plaosterkassen (Krankenhuus) anköm, stünd dor so’n richdigen Drachen van Oberschwester. Dei keek üm gans dull an, schüddelde üm un sä: Sie kommen hier nicht hinein. Zuerst müssen wir ihre Nummer haben. Gerd haude ehr dei Hand bisiet un bruusde up: „Verflixt nochmaol, wat wullt du denn, ick häbb kiene Nummer. ick will kiene Nummer. Ick…“- hei  waokde up…

Siene Liese stünd vör üm un reew sick dei Hann’n. „Worüm haus du mi, un wat schnacks du dor aal för ein Tüünkraom? Kumm, staoh up, wi willt Kaffee drinken. Dann kummps wull sachte woller tou Verstand!“

Gerd bleew noch’ne Tiedlang sitten, schüddelde immer mit’n Kopp un sä tou sick sülwes: Dat nähm ick mi för’t neie Johr vör. Ick will mi nich mehr aower jeden Schiet uprägen…

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2025

Glück sängs Nei Johr 2025

Wat wör gout, wat gaiht bäter?

Wenn dat olle Johr gout wör, frai di up’t neie; wör’t dat nich, dann eiers recht…

Vergäten käönen heit, mit dei Erinnerungen doran in Fräe tou läben…

Man kummp bäter dör’t Läben, wenn dat Hart ‘n bäten weiker is as dei Kopp..!

Aals bruukt man nich wäten un Geheimnisse sünd noch kiene Wunner…

Phantasie is oft wichtiger, at aals tou wäten…

Jeder möcht dei Menschheit  bätern, aower  kiener fang bi sick an…

Dat giff soväl goue Vorsätze. Man bruukt se nur noch ümmesetten…

Schuuw nich aals up morgen, denn wenn di dat Spaoß maokt, kanns et morgen jo woller doun…

Wat man nicht meistert, mott man beherrschen…

G’scheite moss aowertügen – Dumme moss aowerräden…

Klouke Menschen maokt nich aale Fähler sülwes. Sei gäwt uck ännere dei Chance dortou…

Man schall dei glieke Dummheit nich nochmaol  maoken – dei Utwaohl is doch so grot…

Menschen sünd wi Schallplatten: Gout upgeleggt, kaomt se am bessten aower dei Runnen…

 Dat Benähmen is’n Speegel, wi’t van innen utsütt…

Wohr denn richtigen Affstand, wenn du einen schnell dichter kaomen wullt…

Dei Leiw mag blind wän, aower dei Eifersucht sütt touväl…

Vör’e Ehe hollt dei Oogen aopen, inne Ehe drück se eis öfters tou…

Sick sülwes tou bekriegen, is oft dat Schwörste. Sick sülwes tou besiegen, dat Allerschönste…

Man schall nich den Mund tou vull nähmen – bi’t Räden un bi’t Äten. Dat bewohrt ein’n vör Arger un  Gewicht..

Undankbor is deijenige, dei wat för’t Nixdoun krägen hätt un för dei süfftigen Bedingungen mehr häbben will…

Un statt tou klaogen, dat wi nich aals häbbt, wat wi wullen, schulln wi leiwer dankbor wän, dat wi nich aals krägen häbbt, wat wi verdeint harn…

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Miene Wiehnachtsg‘schichte

Miene Wiehnachtsg‘schichte (KW 53/24)

Dat is nu all‘n bäter länger her. Dor glöwde ick noch an  dei G’schichte mit denn Wiehnachtsmann.

Ick har up mien Wunschzettel nur ein Deil upschräben: Ein neiet Rad! Neit – dat heit, dorför wüdd oft ein ollen Draohtäsel woller uparbeitet. So wi bi dei Wichter dei Puppen. Dei wörn dann poor Wäken vör Wiehnachten up maol  verschwunn’n…

Wiehnachten löp bi us fräuher so aff: Nao‘n Huusputz wüdd dei bessen Staomt fein tourechte maokt, up jeden Stouhl köm’n  Zettel mit’n Naomt, dormit dei Wiehnachtsmann dor nich mit dör’nänner köm un wüss, wo hei dei Saoken henpacken schull!

Aobends har ick dann för den Äsel, ick glöwde noch, dat dei denn Schläen för’n Wiehnachtsmann trekken möss, dor’n Trog mit Fouer vörn Huuse henstellt. Ick dachde, wenn man denn gout wat giff,  krigg ick uck mien Deil…

Wenn dat Veih fouert wör, sett’n wi us aal inne Käöken hen un täuwen, bit dat klingelde. Dat mök jümmers us Opa, wi ick naoher rutfunn´n häbb. Hei sä dann, dat hei noch „ute Böx möss“ (=uttreern) un güng dann üm´t Huus tou. Pietschken un‘ne Klingel har hei sick vörher tourechte legg. Dann kloppde hei vör’t Fenster un klingelde dorbi. Wi Kinner süngen dann so luut as et man güng „Ihr Kinderlein kommet“.

In dat Johr is aower noch mehr passeiert: Bi us in’n Stall har eine Kouh denn Dag ein lüttket Kalw krägen un möss läöter mölket wern. Dat mök jümmers Grottant Fiene = Opas Süster. Opa wüss dat. 

Aower weil Tant Fiene Opa all den gansen Dag targt har (dei targen sick fast immer) kloppde hei mit dei Pietschken uck vör’t Kouhstallfenster. Dei Kouh verjaogde sick un schmeet Tant Fiene den gansen Emmer mit Mölk ümme. Un Tant Fiene schriolde!

Dunn wüdd use Papp´n dull. Hei stöw hoch, suusde nao buten un schüllt doch glatt, wie ick noch mennde, denn Wiehnachtsmann ut. Wenn dat man gout gaiht, dachde ick noch..

As wi dunn aower inne Staomt güngen, üm toutoukieken, wat hei brocht har, stünd dor doch glatt ’n neiet Rad..!

Touers mössen wie aower singen „Oh Tannebaum“ – uck noch drei Strophen. Ick kunn’t gornich mehr affteuwen un stöw dunn forts nao´t Rad. Oh Gott, dat is jo’n gans neiet, un’n bäten grot, dachde ick noch, as use Mamme achter mi sä: „Dat is aower schön, dat use Papp’n ennlick maol’n neiet Rad krägen hätt..!“

Wat ick för’n Gesicht maokt häff, kann man sick denken. Ick häbb blots noch dacht: Is dat Gerechtigkeit? Ick häbb dat Fouer vör sien Äsel dor henstellt, us Pappe häff üm utscholln – un dei hätt dat Rad krägen?

Mien Brouer August har mi dat wull anseihn. Hei trügg mi bisiet un sä liese: „Dat krigg wi sülwes hen. Ick mott ein änneret Rad häbbn, ein grötteret. Dann kriggs du mien ollet, un dat maok wi dann schön tourechte! Gesägg, gedaon: Ick stülpde mien Sporschwien ümme un wi brochden tousaome denn ollen Draohtäsel woller richdig up Stund. Sogor mit ein schönen Sportlenker. Dat wör fräuher gans wat Besünneret.

Un wat ick dunn dacht häbb: Mien leiwe Wiehnachtsmann, wer immer du uck biss – dien Äsel fouer ick nich woller!!!

Bi us tou Huus...

Wiehnachten..

Wiehnachten 2024 (KW 52)

Ein Wiehnachtsgeschenk för di un mi…

Advent, Advent, dei Tied dei rennt.
Nu is dat Johr all buld vörbi, un besinnig denket wi,
wör aals richtig, wat wi häff maokt,
wat wör verkehrt, wo häff et haokt?
Nu is doch dei Tied dorvan, dat man doran denken kann,
Jetzt schull man dat, wat dait dor kelln,
drokke noch maol richdig stelln!
Vergäben uck, dei weh us daon,
verseuken, dei Ännern tou verstaohn.
Denn wer uck an denn Nächsden denkt,
hätt sick sülwes mit beschenkt!

Bäten ännnere Wiehnachtsg‘schichte…
Heini wör’n upgeweckten lüttken Jung. Hei wull nu maol aals wäten un geew sick mit Uträden nich toufreer. So wör dat uck mit denn Störk...
Inne Naoberschupp wör wat Lüttkes upstaohn. „Dat häff dei Störk brocht“, hörde hei. Heini keek nao boaben hen. Sei harn nämlick´n Störkennest up’n Huuse. Un Heini dachde nao…
Et wüdd Wiehnachten un Heini möss mit nao dei Christmesse. Dor hörde hei, wat jedsjohr fiert wedd: Dat dor in Bethlehem in ein ollen Stall ein Kind uppe Welt kaom’n wör.  In ein ollen Stall? Un in Winter, wo dat so kold is? Un Heini dachde nao – un dachde sick wat ut…
Dat wüdd woller Sommer, un dei Störke kömen weer. Heini bekeek sick dat. Hei wüss, dat dei Junge krägen harn un passde up. Un schwupp – wör hei up Dack un bünd ein’n van dei Lüttken an…
Dei Tied vergüng. Die Störke wüdd’n flügge. Nur einer nich. „Dor mott wat mit wän“, dachde Heinis Papp’n un kladderde up Dack üm naotoukieken. Sowat – wer häff denn dor fastebunn´n. Wer maokt sowat? Drokke bünd hei denn Lüttken los...
As Heini vanne Schoul köm, vertellden üm siene Öllern dat. Heini füng luuthals an brölIn un schüllt: „Worüm  häbbt gi denn losbunn´n? Dei schull doch hierblieben. Dei Störk schull dat Jesuskind hierher bringen. Hier har dei’t doch väl bäter. Hier häbbt wi´ne warme Staomt. Un dei Störk har dat hier dichte bi un bruukde nich nao gans dorachter hen fleigen…“
Dei Öllern wörn gans baff, frögen gans vörsichtig nao: „Wi häss du di dat denn dacht, wenn dei Störk dor baoben anbunn`n wör?“ „Jao“, sä Heini fors, „denn har ick  losbunn’n. Aower eiers dann, wenn dei ännern wäge wörn.!“
Nu wedd dat  aower Tied, dachden dei Öllern, dat wi usen Jung dat vertelld, dei Geschichte van Bethlehem...
Un as sei üm noch vertelln, wo dei Kinner herkaomt, sä Heini blots noch..: „Jao? – Ja, wenn gi dor sülwes mit wern  käönt – dann laot den Störk man fleigen..!“

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