Wo heitde dei noch

Dat Lutter Heimaotlied…  

Dat Lutter Heimaotlied…   KW 24/26

In Ollenborger Mönsterland, nich wiet van Herrenholt,
is mi ein Dörpken gans bekannt, dor greut‘ mi Lutten stolt.
Un kummps du hier maol eis vörbi, dann kiek doch einmaol rin,
dann weiß du uck wi schön dat is, un dat bereus du nich…

Refrain: In Lutten, in Lutten, dor gäw ick di mien Wort.
Wer einmaol dor eis waohnet hat, dei will nich woller fort:

Un wer ein echter Lutter is, egaol off Jung off Dern,
dei käönt uck alle düchtig fiern, dor kanns du väl van lern.
Un wenn dann Karms, dei Birse is, dann wedd et kunterbunt,
wenn Jung un Old dorbi dann is, dann gaiht et richtig rund.
Refrain: In Lutten, in Lutten…

Dat lüttke Dörp, dat Lutten, hätt soväl Schick un Charm,
dor deilt man Leid un Fraide, egaol off riek off arm.
Hier greut man sick, hier sitt dat Hart noch up denn rechten Fleck,
hier kann man noch erläwen, dat lüttke Quentcken Glück!
Refrain: In Lutten, in Lutten…

Wo heitde dei noch

Schlaue Kinner ut Paddewat…

Schlaue Kinner ut Paddewat …  KW 22/26

1.Deil: Fiddi weit et am besten… 

Wer is dei Bäöwersde… Dei Jungs inne Schoule praohln ümme Wette. Sägg dei ein’n: „Wi häbbt ein Pastor inne Famülge – dor sägget wi Hochwürden tou.“ Dei Nächsde wull´t bäter käön’n: „Wi ein Bischoff, – dei heit Exillensch..“ Fiddi, maol woller Heidners Fiddi, settde natürlick dor noch einen drup. Hei kratzde sick so’n bäten achtert Ohr un sä gans wisse: „Wenn use Opa nachts midde Bettmüssen herümmebistert, säggt bi us aale „oGott oGott“..!“

Dat is´ne ännere Karken… Dei Jungs ünnerhollt sick: „Wi häbbt  bi us twei Karken. Eine katholschke un eine evangelschke.“„Ja – un wo gaoht jou Lüe sönndaogs hen?“ Fiddi:„Use Pappen gaiht nao´n Fräuhschoppen..“

Dat glöw ick nich… Fiddi haolt för siene Tante Medizin. Dei Aptheiker giff üm eine Flasche un mennt: „Vor Gebrauch gut schütteln!“ Fiddi dorup gans dröge: „Ick glöw nich, dat Tante Frieda sick dat gefalln lätt..!“

Dei Hund lügg… Tante Mine möss för Fiddi siene Täöge immer herhollen. Sei wör maol woller tou Beseuk, un Fiddi leggde fors los: „Weiß du all, Tant Mine,dat use Hund lügg“, sä hei . „Dei Hund lügg, wo giff’t denn sowat?“, frög dei trügge. „Kann ick die bewiesen“, sä  hei – un gans luut tou den Hund: „Wie sprekk  dei Katt?“ „Wau“, geew dei Hund woller trügge. Siehste“, sä Fiddi, „dei Hund lügg!“  

Inne Schoule…Dei Köster „Et giff uck gans lustige un witzige Tiere. Wer kann mi ein Beispill säggen?“ Fiddi wiest up: „Dat Perd, dat veräppelt dei gansen Straoten.“

Gout räken kann Fiddi nich. Dei Köster will üm dat verklorn: „Wenn diene Mamm´ taihn Appel up jou fiew Kinner verdeilen will, dann..?“ Fiddi ünnerbrök üm: „Dann maokt sei dorvan Appelmous..!“

Klouk is doch, wer bloß dei Hälfde glöwt, wat hei hört. Noch klouker is, wer markt, wekke Hälfde dei richdige is…

Wo heitde dei noch

Wat man so beläwt…

Wat man so beläwt… KW 21/26

„Mott ick för dei Kinner uck betaohlen?“ frög dei Frou denn Schaffner. „Ünner sesse nich“, kummp dei Antwort. „Gout“, sägg dei Frou, „ick häbb nur fiewe…“

„Lessde Nacht har ick‘n komischen Droom“, vertellde Bernd denn Doktor,“ick wörn Bulle un har‘n gansen Hoopen Hai fräten“.
„Na un“, sä dei Doktor, „dat is doch nich schlimm“. „Doch, doch“, sä Bernd, „nächsden Morgen wör dei Matratze los…“

Twei Buurn gaoht inne Stadt spaziern. Eine Frou kummp vörbi un eine dicke Parfönwulke schwäwt achteran.
„Ick wull maol gern wäten“, schnüffelde dei eine, „wat dei wull fräten hätt…“

„Ick häbb leider jou Katte äöwerfäuhert“, kummp ein Autofohrer bi Harms an. „Natürlich mott un will ick di dei ersetten…“
„Dann kumm man fors mit inne Schürn“, sägg Harms, „kanns fors anfangen, Müüse tou fangen…“

Dat is`n Drömer… „Wat häbb ick van Nacht drömt, dei ganse Nacht – un dat aals up Englisch“, klaogd Bernd. „Wat häss denn drömt?“ fraogt Jan. Bernd: „Wat weit ick. Ick kann kien Englisch. Häbb doch kien Wort verstaohn..!“

Jan tou Bernd: „Wi biss du tou so‘ne Frou kaomen?“ Bernd: „Per Anhalter!“ „Wi gaiht dat denn?“ „Gans einfach, ick häbb üm ehre Hand anholln..!“

Hein wedd fraogt, wann hei dann dei fliegenden Ünnertassen seihn har. „All veier Wäken nao dei Hochtied“, mennde hei.

Hubert maokt  toun eiersden Maol Urlaub up ‚n Lanne. Dor kann man uck‘n Perd för‘t Riern utleihn‘n. „Wi lange kann ick dat beholln?“, frogt hei nao. „Dat is gans ünnerschiedlick“, mennt dei Buur, „dat aowerlaot wi immer dei Peer..!“

Wenn dat man gout gaiht.?!

Allgemein

Unkel August is för Nachhaltigkeit…

KW 14/26 – Unkel August läwt g’sund un is för Nachhaltigkeit...

Bi us in Café geew et interessante Gäste. Einer dorvan wör “Unkel August”. So räden üm aal Lüe an. Wi hei wücklich heitde, weit ich nich. Aower wenn hei köm, geew et immer masse Spaoss. Lüe wat uptoubinn’n mök hei am leiwsten.

Unkel August wör ein besünnern Typ, Eigenpeiter säggman wull. Van wat Neien hüllt hei nix, aals neimeutschken Kraom, sä hei immer. Hei sülwes wör ein Tüftler, baude manchmaol wat tousaome, wat man gornich för möglich hollde.

So wör dat uck mit E-Bike, Pedelec un so’n Kraom. “Is aals tou düer, dat kann ick bäter”, wör sien Schnack. Wat mök hei? Hei har in sien Schoppen noch ein gans ollet Rad mit ein lüttken Motor, “Hilfsmotor” off “Maria Hilf” sä man fräuher dortou. Denn har hei woller flott krägen. Dat Problem wör, dat dei olle Tweitakter nich bloß furchtbor knatterde, sünnern uck heller qualmde. “Bliew dor mit wäge”, heitde dat immer.

Aower Unkel August wüdd sick tou hölpen. Hei baude sien Schiddiwat ümme, mit Gasantrieb?!”, so sä hei. “Aower Gas is doch genauso düer”, heitde dat fors, as hei dor mit anköm. “Nee nee, dat is Biogas”, mennde Unkel August,  “ick vertell jou dat”, un dachde bi sick, nu wick ehr so richdig ein upbinn’n.

“Gi willt doch aal so modern wän, „gesund und umweltbewußt” läben”, mennde hei, “ick gaoh uck midde Tied. Ick ät väl Fisch un Gemüse, nähm – weil et einfacher is, dann ‘nen Rollmops, dor is dat Gemüse all drin.

Ick bin uck för Nachhaltigkeit, ät imer Fischbrötchen mit väl Ziepeln. Dei sünd sehr nachhaltig, un ick kann mit mien Eigenandeil an Biogas uck noch billiger fäuhern!”

Wer’t nich verstaohn hätt, kann ick bloß noch Unkel August nachhaltige Maohltied empfählen…

Wo heitde dei noch

Dei Breif an’n Kaplaon…

Dei Breif an’n Kaplaon… KW 7/26

Vandaoge häbb ick us ollet Familienalbum dörbloort. Dor hätt Tant Marie näben Biller uck lüttke G’schichten mit affheftet. Eine hätt mi et besünners andaon. Et hannelt sick üm ein Kaplaon,  dei in ein ännert Dörp versett’t wern schull un dor eine Hushöllerschke söcht har. Finao ut dat Dörp möss dat wull hört häbben un har üm dissen Breif schräben:

Ährwürdiger Herr Kaplan,

wie meine Freundin Marie mich schreibt, werden sie verschickt un müssen ein eigene Hushöllung anfangen. Was Marie mich da vorschlägt, gefällt mich gut, nämlich bei ihnen Hushöllerschke zu werden.
Das würde mich gerade jetzt gut passen, da meine Schwiegerin, ein schlimmes Biest, mein Leben gans suur macht.
Auch die Blagen sind gor nicht nett zu mich, wie sich das gegen eine Tante gehört. Sie sagen immer, ick hätte keinen mitgekriegt un davon wäre ick ekelig.
Das stimmt aower nich, denn ick habe immer herumgerüngelt un mich, toun Beispiel bi Hein‘s Lui gans oft hengekrägelt, un er hat doch nicht angebissen.
Letztens sagte so ein Rotzlöffel sogar zu mich, ick täte auch die Gewitters machen. Sowiet is das schon gekommen.
Ick bin im gouen Alter, na eben so umme Füfftig herum. Das paßt ja auch ganz gut, weil sie ja noch ganz jung un nich erfahren sünd. Ick habe auch keine Bekanntschaften und will von den Mannslüe nix mehr wissen.
In all den Arbeiten bin ick perfäkt. Ick kann ganz gut kochen, am besten Arfkensoppen mit Schwienepöötges un – steert.
Nun weiß ick nicht, wo sie hinkommen. Im Goorn bin ick gut. Aalen (=jauchen) tu ick selber. Wir könnten eine Kauh halten. Mölken kann ick auch gut.  Dann hätten wir auch die Kaffemölk umsüss.
Hühner wollen wir aber auch halten. So selbstgelegte Eier sind immer frisch un nich so teuer. Ick tue ja auch gans sparsam wirtschaften. Sollen wir uns auch nicht ein Schwienken halten? Da konnte ick immer besonders gut mit umgehen.
Ick täte ihnen auch gut was mitbringen für den Huushalt. Ick habe noch gutes Potschelaon von meine Oma. Dann habe ick auch noch manch Rullen Linnen, die ick mir für alle Fälle mal angeschafft habe. Aber leider bin ick ja Jungfrau geblieben. Un, dormit ick dat nich vergesse, ick habe für die Utstüür uck noch 24 Laken für uns.

Nun bitte ick ihnen, tun sie Ihre Backbeern man ruhig mit miene zusammenschmeißen. Es soll ihnen auch nich gereuen. Ick kann alles, wat sie nun auch wohl wollen:  das Grobe un uck das Feine.
Ick erwarte ihnen stündlich zu besichtigen!

Na – wenn dat kiene Bewerbung is… Pack man fors tou!

Wo heitde dei noch

Van’t  Hieraoten in fräuheren Tieden…

KW 6/26   Van’t  Hieraoten in fräuheren Tieden…

IValentinsdag – ein wichtige Dag för alle, dei sick mäögd. Fräuher geew et sowat nich, vertellde mi Tant Libett, fräuher mössde man naohhölpen, dat dei Wichter an’n Kerl köm’n. Off dat aal so loopen is, wi sei mi dat vertelld hätt, weit ick nich. Aower ick gäw dat maol so wieter…

Dochter: Oooh, ooh- wat is dat doch’n Mallör, ooh, ooh- wat häbb ick dat uck leip!
Mamme: Wat häss  tou plärren, wo häbbse di denn all woller bäten?
Dochter: Oh Mamme – ick häff doch so’n Kummer…
Mamme: Wat säggs du dor, du häss Kummer, up Enne uck noch Liebeskummer, off so wat?
Dochter: Jao Mamme, dat isset jo. Du säggs genau wi use Pappe, dat ick denn Hinnerk hieraoten schall, aower ick mag denn doch gornich!
Mamme: Wich, nu sägg mi doch maol, wat häss du dann an denn ollen  uttousetten?
Dochter: Och Mamme, dei is doch väl tou old för mi…
Mamme: Tou old, ick mag et nich hörn. Dann gaiht hei doch uck eiher dot un du häss Ruhe up’n ollen Dag…
Dochter:  Aower, dann hätt hei uck noch so grote Fäute…
Mamme: Grote Fäute, dat is doch gout, wenne up’n groten Faut läwen kanns..
Dochter: Un häss dat all seihn, dei häff dat ganse G’sicht vuller Sommersprossen – öwerall…
Mamme: Kiek an, Sommersprossen häff dei, dat passt doch gout tou üm – dei hört dortou, wie dei Pann’n up Dack!
Dochter: Un dann wieter, dei is doch so däösig, dei is inne Schoul all twei Johr sittenbläben.
Mamme: Wicht – dat maokt doch nix. Denk doran: Dei dümmsten Buurn häbbt jümmers dei dicksten Tübbeken..!
Dochter: Aower häss denn all richtig ankäken, dei groten Ohrn, so saurichtige Schwienlappens…
Mamme: Maokt nix, dann hörde die uck bäter, bruuks nich so tou larmen…
Dochter: Aower dat maokt üm so häßlich un dann noch dei langen Näsen. Hei hätt doch so’n richtige rode Räuben in’t G’sicht…
Mamme: Kladderadatsch, Daomelei. Wicht, glöw mi, Schönheit vergaiht..!
Dochter: Un wie löpp hei rümme. Jümmers ‘n Draopen ünnere Näsen.
Mamme:  Un? Dat is doch’n Teiken, dat hei noch nich verdrögt is…
Dochter:  Uck krumme Beine häff hei. Dor kann use Mudde dör…
Mamme: Dor kanns nix van seihn, Dor treckt man’ne Büx aower.
Dochter:  Och Mamme, weisse – ick mag denn einfach nich liern!
Mamme: Dummet Blaog, dat heit öwerhaupt nix – denks du villich, ick häff dien Pappen liern mög.?

Wo heitde dei noch

Dat giff Tügnisse…

Schäuler, Köster, Öllern…
Dei lüttke Heini wör´n gansen Schlauen: „Mien Papp´n will mi füfftig Mark gäben, wenn ick´n gout Tügnis krieg.“  „Dann streng di an“, sä dei Lehrer. „Ick weit wat Bäteres“, sä Heini, „schriew mi ein gouet, un wi deielt us dat Geld.“
Ick weit, wo hei waohnt…  Fiddi  kummp mit´n leip Tügnis nao Huus. „So ein Tügnis is doch glatt´ne Tracht Prügel wert“, mennde sien Papp`n.„Menn ick uck“, sä Fiddi, „laot us forts hengaohn. Ick weit, wo dei Lehrer waohnt..!“

Wo heitde dei noch

Wat dör dei Bloumen säggen…

KW 2/26 – Wat dör dei Bloumen säggen…
Wenn man wat direkt nich säggen will, off dütlicker utdrücken will!
-Vandaoge is dei Hund dran!

-Bi dit Weer kanns kien Hund nao buuten jaogen = Sauwetter – kannst nich mal den Hund rauslassen!
-Kummps aowern Hund, dann kummps uck aowern Steert = Hast du den Berg erklommen, schaffst du auch wieder runter!
-Wenn‘ n Hund schmieten wull, find’s uck’n Stein = Wer einem was unterstellen will, findet auch’nen Grund!“
-Wenn – wenn dei Hund nich schäten har, dann har’n Haosen gräpen = Wenn das ?  nich dazwischen gekommen wär – dann..!
-Gaoht vör’e Hünn’n = gaiht kaputt; geht zu Ende, wird‘ne Katastrophe!
-Dor wedd dei Hund inne Pann’n verrückt = is doch nich normaol, ist total verrück!
-Dor is dei Hund begraoben -? dor is gornix los; ist überhaupt nichs los!
-Schulden, as’n  Hund Flöhe = sehr viele unübersehbare Schulden!
-Up’n Hund kaom’n = pleite, schlechte Wahl getroffen!
-Dor weiht dei Stert mit’n Hund = verkehrte Welt, da läuft es anders herum!
-Wo dei Hund ’n Pott find, steckde seine Schnuten rin = Neugier lockt, steht die Tür offen, will man auch reingehen!
-Bäter ein’n dullen Hund straoken, as’ne Frou tou säggen, dat se graue Hoor krägen hätt… = Nicht die Finger verbrennen!

Dei Hund lügg… Tante Mine möss för Fiddi siene Täöge immer herhollen. Sei wör maol woller tou Beseuk, un Fiddi leggde fors los: „Weiß du all, Tant Mine,dat use Hund lügg“, sä hei . „Dei Hund lügg, wo giff’t denn sowat?“, frög dei trügge. „Kann ick di bewiesen“, sä  hei – un gans luut tou den Hund: „Wie spräkk  dei Katt?“ „Wau“, geew dei Hund woller trügge. Siehste“, sä Fiddi, „dei Hund lügg!“  

Wo heitde dei noch

Glück sängs Neijohr…

Glück sängs Neijohr tweidusendunsessuntwintig..

Glück sängs Nei Johr 2026

…Wenn dat olle Johr gout wör, frai di up´t neie; wör`t dat nich, dann eiers recht…

…Vergäten käönen heit, mit dei Erinnerungen doran in Fräe tou läben…

…Man kummp bäter dör’t Läben, wenn dat Hart ‘n bäten weiker is as dei Kopp…

…Dat giff soväl goue Vorsätze. Man bruukt se bloos noch ümsetten…

…Schuuf nich aals up morgen, denn wenn di dat Spaoß maokt, kanns et morgen jo woller doun…

…Klouke Menschen maokt nich aale Fähler sülwes. Sei gäwt uck ännere dei Chance dortou…

…Undankbor is deijenige, dei wat för`t Nixdoun krägen hätt un för dei süfftigen Bedingungen mehr häbben will…

…Dat Benähmen is`n Speegel, wie`t van innen utsütt…

…Man schall nich den Mund tou vull nähmen – bi`t Räden un bi`t Äten. Dat bewohrt ein`n vör Arger un  Gewicht…

…Sick sülwes tou bekriegen, is oft dat Schwörste. Sick sülwes tou besiegen, dat Allerschönste…

Un statt tou klaogen, dat wi nich aals häbbt, wat wi wullen, schulln wi leiwer dankbor wän, dat wi nich aals krägen häbbt, wat wi verdeint harn…

Wo heitde dei noch

Oma un dei Arfkensoppen…

KW 49/25 – Oma un dei Arfkensoppen

Disse G’schichte kenn ick all ut miene Jugendtied. Ein Dauerbrenner. Kann man för jede Johrestied tourecht maoken. Schall hölpen, Vörurdeile afftoubaun!

Dei Dag vergaiht, Tied rennt – rutz sünn wi woller – in Advent!
Oma inehr lüttke Kammer, denkt – dor nutzt kien Gejammer, ick fang wat an, bin´t klaogen satt – ick fäuher nu mit dei Baohn in dei Stadt.
So turnt sei los, nao dei Grotstadt hen – Wiehnachtsmarkt sitt ehr in Sinn. Vör den Bedriew is sei nich bang – dat bekick sei  stünnenlang.
In ein Koophus will sei dann wat äten – ehr knurrt dei Maogen all so’n bäten. Sei schlutt sick in dei Rege in – köff’n Arfkensopp‘ mit’n Bockwusst drin. Mit ehr Sopp, noch heit un frisch – sett´t Oma sick an’n nächsden Dischk.
Mit Bockwusst is dat nu jo so – dor hört uck’n bäten Mostrich (Senf) tou. An Tresen staiht dei Mostrichpott – Oma haolt sick’n gouen Dutt. Aower as sei trückkump, gor nich lang – is einer bi ehre Sopp‘ tougang. Ein Farbigen isset, wer weit woher –  läöpelt Omas Teller leer, ganz genüßlich un in Ruh un Oma kick üm sinnig tou.
Denn sei mennt, as Daom von Welt – dei arme Kerl hätt wiß kien Geld, un sicher Hunger all siet Daogen – doch uck ehr knurrt bös dei Maogen.
Sei gaiht an’n Disch langsaom ran, un schielt denn Teller immer an, un schwupp-di-wupp, mit flinker Hand, treckt sei sick dei Wusst an Land.  Mostrich hätt sei gans vergäten – blots ein-twei-drei, dei Wusst upäten.
Dann schielt sei räöwer nao den Mann – lacht üm nett un fröndlich an. Uck dei lacht Oma fröndlich tou – un läöpelt wieter, ganz in Ruh.
Un as dei Teller blitzblank leer – haolt hei noch schnell  twei Glas Beer. Ein Glas drinkt hei, un dat, wat äöwer – schuff hei lies nao Oma  räöwer. Oma straohlt us is ganz baff – dei Mann aower lacht und gaiht dann aff.
Oma denkt noch dit un dat – un feuhelt sick gornich richdig satt. Noch eine Soppen will sei sick haolen – un söch Lüttgeld, üm tou betaohlen. Doch – du leiwe Tied, dei Schreck is grot – nu sitt Oma bös in Not,
sei stukert dullken inne Hoor- ehre Handtaschk, dei is nich mehr dor…
Sei kick sick ümme, maokt sick rischk – dor hang doch ehr Taschk an’n Näbendischk. Ehr Arfkensopp´, dat is wohr – mit dei Bockwusst drin- staiht uck noch dor!

Un wat lehrt us disse G’schicht?  Dat wat man schnell mennt, dat stimmt oft nich, man mott uck änner Menschken troun – un jüm nich glieks dei Bockwusst klaun..!

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