Bi us tou Huus...

Botterbloumtied…

Botterbloumtied… KW 17/26

Nu is woller dei Botterbloumtied. Äöwerall an Wäge, in Wiscken un Weiden, blaiht dei gälen Blöümkes. Sei lüert dei Maitied in, jeds Johr van neien.

Miene Mamm‘ möchte dei besünners gern. Dor kunn’n wi Kinner ehr immer ‚ne Fraide maoken. Nich bloß dat, dor kunn wi uck masse Dummheiten woller mit utglieken. Is doch klor, dat se in disse Tied masse Bloumen van us krägen hätt.

Mit Botterbloumen kunn man väl anfangen – basteln: Dorbi wüdd dei Stäl van dei Bloumen van beiden Sieten tou Hälfte krüzwiese inschnäen. Wenn man dei dann in ein Glas mit Waoter geew, krüllen dei sick un rullen sick tousaome. Dei seegen dann ut wi lüttke Schmuckstücke.
Dor wüdd dann ein grotet Weckglas van vull maokt. Wenn man dor dann aobends in Düstern eine Kerze achter stellde – herrlich, kunn jeder Dekoexperte neidisch wern.

Schön seeg uck immer ut, wenn sick dei Wichter Hoorkränze ut Botterbloum‘n upsett’t harn – Botterboumenwichter, sä Oma immer.

Wi Jungs harn us maol wat besünners utdacht: Botter bloum – Bottern un Bloumen, dat möss doch gaohn, dat man dor uck Bottern van maoken kunn. Gesägg – gedaon: Gansen Korff vull Köppe (Blüten) köm’n in eine Mölkkannen, Waoter dortou, un kräftig dörgestampt – so wi man fräuher Bottern ut Mölk herstellde.

Wat dor bi rutkaom’n is? Wi dat utsehg? Wi dat rök? Laot us leiwer dei schönen gälen Blöümkes bekieken. Is bäter so…

Bi us tou Huus...

Osterküken…

KW 15-16/26 – Osterküken

Ostern is wull vörbi. Aower ick mott noch äben vertelln, wi dat fräuher bi usen Naober mit denn Osterhaosen löp:

Eier van freilaufende Hühner sünd vandaoge wat Besünneret. Bi usen Naober wörn fräuher dei Häuhner immer buuten, äöwerall up’n Hoff. Inne Büschke achter ehrn Häuhnerstall harn Harms Kinner dit Johr uck ehre Osterester baut.

Ostermorgen güng dat mit Hallo naotoukieken, off dei Osterhaose dor wän wör un wat brocht har. Ohje, wat wör dat, wat seeten dor up ehre Ester? So richdig dicke bruune Häuhner! Wat wör passiert? Dor wörn jüss poor Häuhner an klucken (brüten) wän un harn dor inne Büschke äbenfalls ehre Ester. Nu mäöt dei Ester vanne Kinner ehr wull bäter gefalln häbben un deswägen wörn se “ümmetrucken”.

Bit eierste Est keeken dor poor Eier ünner weg. “Gaoh dor weg, dat is mien Est”, sä dei lüttke Jan un wull nao dei Eier griepen. Zack – dor har dat Hauhn üm all bäten.
“Kiek maol, bi mi kick dor’n lüttket Küken ünner weg”, röp Marie. Un Korl, dei Lüttkeste, füng an tou schrein, weil in sien Est ein Hauhn seet un fiew Küken ümtou lööpen.”

“Wat is dat denn?”, Opa wör mitkaom’n, “hätt dei Osterhaose Küken brocht? Sowat hätt et doch noch nie gäben.” “Opaaa”, Bernd, ein van dei öllerei Jungs,  aohnde wull, dat hei dor aowerute wän wör, “wo sünd dei Ester, wo häss du dei Eier laoten?” “Kiene Angst”, Opa keek gans listig ut, “nix passeiert, dei häbb ick bi Huus in jou Ester legg.”

Woller bi Huus kömen dei Naoberkinner all an. “Hätt jou dei Osterhaose nix brocht”, frögen dei fors.” “Jao,Küken!” schnaude dei lüttke Korl bisiet, „aower wi bruukt denn Osterhaosen nich mehr. Us Opa legg sülwes Eier!”

Bi us tou Huus...

Dummheit und Stolz – off  sülwes rinlegg!

KW 12/26 – Dummheit und Stolz… Off  sülwes rinlegg!  Jach –  wenn man dat Praohlen nich laoten kann..

Gertrud, Harms Jan siene Frou, hätt dei Naoberfrauen toun Kaffee inlaoen. Dei wüssen aower genau, dat sei maol woller mit ehr Reisen grot angäben wull.

Gertrud leggde uck fors los un bepraohlde ehrn Urlaub in Itaolien un wo se äöwerall wän wörn: „Gi wörn doch mit Auto, sünd gi denn aowern Gotthard fäuhert?“, frög Köttken Marie. „Jao’n Kaoter häbbt wi aowerjaogd“, stäöterde Gertrud, „aower off dei Gotthard heitde, weit ick nich…“

„Un wu wör’t in Rom“, frög Marie wieter, „wat hollste denn van dei Sixtinischen Kapelle?“  Gertrud: „Dei – och jao, dei häff gout spält…

Köttken Marie präökeld wieter: „Gi sünd doch lessde Wäken in Hamburg wän, häbbt gi jou Jüngste besöcht. Wat is dei eigentlich worn?“ Getrud rischke sick un sä gans stolt: „Eine Künstlerlin..!“ „Jao? – wat maokt sei denn?“, frög Marie wieter.
„Dat weit ick uck nich so genau. Wie häbbt ehr lessdens besöcht. Sei möss wat vördrägen. Dei Lüe wörn van ehr gans begeistert, dei häbbt us mit Bloum’n beschmäten…“
„Jao – dat wör bestimmt schön?“ „Nä, dat häff kolln, anne Bloum’n wörn dei Pötte noch anne!“

Pastors Liese will bäten wat Goues toubi drägen: „Wat harn gi dor gistern dann för‘ne grote Fier bi jou uppe Terrasse. Gi wörn ja aal düchtig an danzen?“ Gertrud: „Von wegen danzen – mien Kerl köm  besaopen in un hätt dei ganzen Immenkörwe ümmeschmäten..!

So kummp dat, wenn man dat Praohlen nich laoten kann!

Bi us tou Huus...

Kuddelmuddel…

Kuddelmuddel in us Café… . KW 11/26

Kuddelmuddel heit dat dit Johr bi NDR-Platt. Kuddelmuddel geew dat uck bi us inne Gaststätte, wenn wi nich uppassen. Ick vertell dat maol.

Fräuhstück: Et geew wi immer Brötchen un Brote, Käise un Schinken, Spargel, Obst, Rührei usw.van Büfett.
Nu har eine Damengruppe ein besünnern Wunsch. Sei möchten gern kaokte Eier. Dorför harn sei uns ein Zeddel gäben:  15 mit 3 ½ Minuten, 20 mit 5 Minuten Kaoktied un 13 hartgekocht! Dei mössen dann toudeielt wern.
Dat wüssen aower dei beiden Wichter nich, dei us bi’t Bedeinen hülpen. Wi harn et wull vergäten, ehr dat tou säggen. Wat wör: Sei harn dei Eier mit up Büffet stellt – aal tousaome – ein Kuddelmuddel. Eier seiht nu maol aal gliek ut. Wat nu?
Entschuldigung brochde nix. Probeiern un Uttuschken wulln dei Damen nich. Also mössen wi dei sülwes äten. Man schmitt jo nix weg. Ei Ei Ei – nao drei Daoge Eiersalaot har ick dei Schnauze vull! Sietdem ät ick kiene Eier mehr…

Geburtsdagsfier: Middagäten off „warmet Äten“ leeten wi us immer läwern, Catering-Service sägg man jo wull. Denn Lieferant un dat Menü kunn dei Gastgeber fasteleggen.
Nu wör dor maol ein ut Bayern, dei för siene Gäste nix änners updischken wull, as extrao dicke Schweinshaxen mit Sauerkraut. Kien Vorspeise, kien Nachtisch, nix! Wer dat nich mag, dei krigg uck nix, wör sien Schnack.
Leider kennde hei denn Geschmack van siene Gäste nich. Dei Haxen kömen gornich gout an. Wat dor bi rutköm wör, dat dei meisden sick bloß un gout denn Suurkohl tousäggen döen. Et wör noch nich dei Hälfte van dei sämzig Gäste an Büffet wän, dor wör dei Surkohl all uppe. Wat nu?
Naoschupp möss d’her. Dei Lieferant har bloß noch Reste. Also haolen einige Gäste wat van touhuus. Wenn dei Gastgeber uck nix änners as Suurkohl wull, naoher wör’t aal ein Dörnänner – ein Kuddelmuddel. Et geew Haxen mit Nudel-, Gurken- un Wuddelsalaot!
Noch wat: Dei Haxen harn dei meisden nich upkrägen, deilwiese nich maol anpackt, alles rin in denn Affall-Emmer, dei buuten stünd. As wir denn an nächsden Dag utkippen wulln, wör dor nix mehr inne. Wo kann dat? Dunn füllt us in, wi häbbt doch ein Hund, dei so gerne Knaoken mag, use Leica. Aower so anne füfftig Stück, deilwiese noch mit Fleisch dran – dat gaiht doch nich – oder?
Wiesen, wo hei dei laoten har, wull hei nich – achterkaom’n sünn wi dor, as wi an Huuse plaostert häbbt. Dor köm’n se aal toun Vörschien – hei har se rund üm Huus verbuddelt. Man sägg wull: Vörsorgen för leipe Tiien!  

Noch mehr G’schichten mit Kuddelmuddel giff et dat nächsmaol…

Bi us tou Huus...

Goue Vorsätze…

Dat giff soväl goue Vorsätze, man bruukt se nur noch ümmesetten…

Schuuf nich aals up morgen, denn wenn di dat Spaoß maokt, kanns et morgen jo woller doun…
Man schall dei glieke Dummheit nich nochmaol  maoken – dei Utwaohl is doch so grot…
Klouke Menschen maokt nich aale Fähler sülwes. Sei gäwt uck ännere dei Chance dortou…
Man schall nich den Mund tou vull nähmen – bi`t Räden un bi`t Äten. Dat bewohrt ein`n vör Arger un  Gewicht…
Menschen sünd wi Schallplatten: Gout upgeleggt, kaomt se am bessten aower dei Runnen…
Dat Benähmen is`n Speegel, wie`t van innen utsütt…
Undankbor is deijenige, dei wat för`t Nixdoun krägen hätt un för dei süfftigen Bedingungen mehr häbben will……
Wohr denn richtigen Affstand, wenn du einen schnell dichter kaomen wullt…
Jeder möcht dei Menschheit  bätern, aower  kiener fang bi sick an…
Man kummp bäter dör’t Läben, wenn dat Hart ‘n bäten weiker is as dei Kopp..
Vergäten käönen heit, mit dei Erinnerungen doran in Fräe tou läben…
Sick sülwes tou bekriegen, is oft dat Schwörste. Sick sülwes tou besiegen, dat Allerschönste…

Allgemein

Dei klaut wi dei Raoben – Hochkunjunktur für Kleptomane!

KW 4/26 – Hochkunjunktur für Kleptomane! Dei klaut wi dei Raoben…

Dat kenn gi uck: Ein- off tweimaol inne Wäken giff dat Sünnerangebote in Supermarkt, Wat werd dor aal för Saoken anbaoen, wat giff dat dor aal tou seihn. Uck ick kiek mi dat jümmers gern an, wenn mine Frou dor an inkoopen is.

Wenn ick dann aower seih, wi van dreiste Froulüe, oft‘ne sog.“schwatte Kolonne“ dei inpackten Woren ut’nänner räten un bisiet schmäten werd, un wi dei Dischke dann utseiht, is mi dei Lust doran vergaohn. Wat denkt dei sick ellinck dorbi? Sowat wör us all as Kinner verbaoen un dat gilt för mi uck vandaoge noch!

Einmaol häbb ick mi doräöwer maol mit eine Verkäuferin ünnerholln. Dei zuckde blots midde Schullern un sä: „Dat isset noch nich. Wat menns wull, wat hier aal klaut wedd..!
Schlimm – nich? Wenn ick et uck nich ännern kann, so fallt mi doch dortou’ne lustige G’schichte van fräuher in. Villich schull man dat vandaoge uck noch utprobeiern:

Bruns Bennard wör all‘n poor Daoge alleine bi Huus. Siene Liese wör in Kur, har üm aower gout toulehrt, so dat hei sick wull hölpen kunn. Nu harn sei‘ne Naoberschke, dei üm mit ehre Schnackerei nervde. Un dei har uck noch leipe Täöge – Bennard sä d‘ Klemtomanie tou!

Dei Rege nao: Et wör fräuher Moude, dat man ’n bäten Kleingeld „bi dei Hand har“ – för‘t Sammeln, Zeitungsgeld unsowieter. Dat Geld wohrde man oft baoben up Schapp inne Käöken up. So mök Bennard dat uck.

Nu har hei all´n poormaol mennt, dat dor Geld fählde. Wi kunn dat? Wör dat villich dei Naoberschke? Dat krigg ick rut dachde hei, ick teik dat Geld.

Nächsden Dag frög hei ehr, off sei üm wull Geld wesseln kunn – un richdig un gout, sei har dat teikde Geld. Wat mök Bennard: Sä nix, un stellde dor´ne Muusfalln hen!

As siene Naoberschke maol woller köm, güng hei toufällig nao näbenan. Dat düerde uck nich lange – dor köm ein Gebrüll ute Käöken, as wenn dor einer inne Fallen seet – un so wör´t uck.

Hei sehg noch jüss, wi dei Klemtomane wi dei Blitz rut suusde. Un wat dachde Bennard: Hölpt am bessen..! 

Bi us tou Huus...

Leitungen verleggen…  

KW 3/26 – Arger bi’t Leitungen verleggen – dat geew et uck all fräuher,,,

Glasfaser verlegen: Man sütt se jeden Dag, man läst dorvan inne Zeitung: Dei Baustellen un denn Upwand, um Leitung tou verleggen. Neit is dat aower nich, uck fräuher wör dat harte Arbeit, un Arger baoben Bott.

Dat wör üm dei Tied, as wi in disse Gägend Strom kreegen. Dor mössen Masten sett‘t wern un dorför söchten se tou Uthülpe düchtige Kerls.

Fiddis Bräuers = Heidners Hinnerk, Franz und Otto harn sick uck meld’t.  Dei Vörarbeiter sä er, dat sei eiers ein Dag arbeiten schulln, dormit hei sehg, wat sei kunn’n.

Gout. Dei dreie haun uck rin. Dei Vörarbeiter schull seihn, wat sei kunn’n.

Aobens wüdd dann uptellt, woväl schafft worn wör. Hinnerk köm touers. „Veier Masten häbb ick insett‘t“, sä hei gans fraidig, „veier!“ „Gout“, sä dei Vörarbeiter, „kanns morgen wollerkaomen.“

Franz wör dei Nächsde. „Fiew Stück,“ sä hei un rischkede sick, „ick häbb fiewe insett’t krägen.“ „Noch bäter“, sä dei Vörarbeiter, „kanns uck morgen anfangen.“

Dunn köm Otto. „Na“, frög üm dei Vörarbeiter, „biss du uck so düchtig wän. Woväl Masten häss du dann schafft?“  „Einen“, sä Otto gans dröge, „einen!“

 „Einen?“,  wunnerde sick dei Vorarbeiter, „wo kann dat dann?  Hier,  diene beiden Bräuers häbbt veier un fiewe schafft – un du blots einen?“

„Jao“, sä Otto ganz langsaom, “ dat har ick uck kunnt. Dei beiden häbbt  dei Päöle jo baoben ’n gansen End rutkieken laoten..?!“

Bi us tou Huus...

Wi wör dat noch mit glietschken un schäöweln…  

KW 1/26 –Wi wör dat noch mit glietschken un schäöweln…   

„Fräuher wör aals bäter“, „wi harn jo nix“, un so wieter… Disse Schnäcke bedüert faoken, dat man klaogen, sick beduern, off sick bepraohlen will.

„Fräuher wör väles änners“, kanns all eiher glöben. Et mott jo uck so wän, denn dei Tied gaiht nu maol wieter!

Un so möcht ich vandaoge trügge denken, an dei Winter van fräuher. Disse strengen Winter wörn hart, dei Alldaogsarbeit schwor. Et wör nich einfach, aower aals irgendwie selbstverständlicker.

Nich blots uppe Fensterschieben seeten Iesbloumen, uck dei Wände van binnen harn eine dicke Iesschicht. Buuten geew et an’t Dack kiene Dackrönnen. Wenn et langsam daute un nachts wöller fröös, geew et dei schönsten Iespingel, bit an Bodden, buld so wi in eine Iishöhle.

Wi Kinner harn uck väl Spaoss. Schneiballschlacht sowiso, Schneimann baun wör dat, wat ick domaols am leiwsten möchde, un dat kann ick vandaoge mit 80 Johr noch immer nich laoten.
Domaols güng dat bi us dorüm, wer denn gröttsten baut har. Dor wör ick lange bäter at miene grötteren Bräuers. Einmaol harn se mi aowerdraopen. Ick wull an nächsden Dag naohaolen. Doch Schietepiepen – dor har et daut.

Dat Glietschken wör ein Riesenspaoß. Fräuher wi vandaoge kann man so eine Glietschkebaohn uck baun, wenn man denn Schnei platt trett. Wi harn aower noch richtige Iesbaohnen. Wenn et dann up’n laoden Harwstdag masse rängt har un alle Päöle vull wörn, harn wi ‘ne grote Utwaohl. Man mott dor tou säggen, dat fräuher wenig drainiert wör un deswägen dat Waoter nich so schnell affsacken kunn.

Wi Kinner drögen domaols fast aale noch Hölschken. Dormit güng dat Glietschken noch am bessen. Dat Problem wör, dat dei dordör schnell verschleeten. Opa klaogde immer: Dor kanns kien Hölschken gägen kriegen. Wat mök hei: Olle Schouh wüdden fräuher nich wegschmäten. Sei wüdden in Stücke schneern un dei kloppde Opa us ünnere Hölschken. Nu wör dat Rutschken daon.
Aower wi löten us wat infalln. Mit’nen groten spitzen Naogel drückden wi dei Stücke dor vör’t glietschken aff. Wenn wi dann woller nao Huus güngen, drückden wi dei Flicken so’n bäten woller drup. Meistens füllen se woller aff. Dann säen wi bi Huus: Dei sünd einfach affalln, hätt Opa nich öllinck fastemaokt. Opa knüffde dann, off hei dat immer glöw hätt, naja – ick glöw et nich…

Mit’t Glietschken kunn man uck eine Ort Wettkampf maoken. Einmaol, wer am wietesten glietschkede. Dann fangen: Alle 5 Sekunden wüdd achteränner aower dei Baohn glietschket. Hars denn vör di gräpen, kunns denn ümme un di doraower schmieten. Manche blewen dann extrao legen, dei nächsde achteran, unsowieter, wi säen dann immer „groten Hoopen maoken“. Dat Schlimme dorbi wör, dat einige immer dei Holschken utflögen. So ein Geschoss hätt mi uck maol draopen. Mit dei Verzierung häbb ick’ne ganse Wäken loopen.

För’t Iesloopen kenn ick noch Schäöwels. Dat wör’n lüttket Brett, so grot as’ne Schouhsaohlen, dorünner twei Glietschienen. Dei wüdden dann mit twei Ledderreim aower dei Schouh bunn’n. Dat Glien wör nich jüss dat Beste. Dei Vördeil wör, dor kunns gout up staohn, man bruukde dormit nich lange üben.

Bäter glitschen güng dat mit richdige Schlittschouh. Dat geew aower noch nich dei, dei faste anne Schouh sitt’t. Disse möss man noch anne Schouhsaohlen fastemaoken: Up dei Schiene seet so’ne Vörrichtung mit twei Klammern, dor settde man denn Schouh up, denn man dann anne Saohlen mit’n extrao Schläödel fastedraihde.
Dat Problem wör, gi käönt et jou vörstelln, eine stabile Schouhsaohlen. Seet dei Schlittschouh nich richtig faste, geew et dei dollsten Stürze, so wi bi mi. Eigene Schlittschouh häbb ick nie hat, aowern gouen Kumpel, dei mi dei uck maol utleint hätt. Nao poor Übungen wull ick dann uck bewiesen, dat ick dat all gout kunn.
Wi harn bi us eine grote Waoterstäe, ein Schlatt, wo wi am leiwsten wörn. Dor geew et aower poor aopene Stäen. Un dat wör eine Moutprobe, dor so wiet wi möglich ran tou fäuhern. Natürlick wull ick nich trüggestaohn. Ick weit noch wie vandaoge, wi ick dor scharp ranfäuhert un dunn affbaogen bin, womit ein Schlittschouh affhaude, ick liekut fäuherde un…  so ein Vollbad in Winterwaoter is gans wat Besünneret. Nich unbedingt tou empfählen!

Aower nu is Schluss, ick mott nao buuten. Et häff vannacht bäten schneiet, ick mott noch’nen lüttken Schneimann bauen.. Bit nächsmaol sägg Batkes Jupp…

Bi us tou Huus...

Wiehnachten touhuus – wo is dat?

Ein Wiehnachtsgeschenk…  KW 52/25

„Ick glöw, wi gaoht nu nao Huus“, sä miene Frou. Wi wörn all denn gansen Nömmdag ünnerwängs – bi use Dochter in Essen. Wi wörn shoppen. So sägg man vandaoge wull, wenn man van Geschäft tou Geschäft löpp, un Geld för Deile utgiff, dei ellinck dei Wiehnachtsman bringen schall.

„Dat is gout, mi kellt dei Fäute all, un bi us touhuus gefallt mi dat väl bäter“, wör ick fors inverstaohn. Miene Dochter keek mi vanne Siete an. „Du biss aower bi mi tou Beseuk. Vandaoge biss du bi mi touhuus.“

„Jao, richtig“, sä ick, „häss recht“, un stuffelde wieter. Aower, so dachte ick bi mi, wi is dat ennlick, wann is man dann touhuus?

Miene Frou un ick sünd vor Johrn inne Stadt in eine Waohnung trukken. Dor käönt wi, wenn wi eines Daoges nich mehr allein klor kaomt, Hülpe kriegen. Tschach, un is dat nu mien Touhuus? In mien Kopp füng et an tou rattern.

Dat güng trügge bit in miene Kinnertied, naon lessen Krieg. Mien Vaoder möss at Börgermeister in us Dörp Vertriebene ut’n Osten bi hiesige Lüe ünnerbringen. Nich einfach, vör beide Sieten nich. Faoken häff hei van Kinner vertelld, dei schrait harn: „Ick mögd woller nao Huus. Worüm draff ick dat nich?“ Dei Öllern harn kiene Antwort, üm blots ankäken, un in ehre Oogen har staohn: Dräöwt wi hier blieben – bi jou touhuus?

Un miene Gedanken güngen wieter. Nao mien Neffen up’n Amt, wo mit entschieden wedd, off Flüchtlinge hier bliewen käönt. Un faoken mott hei hörn: „Ick will nich woller trügge, häbb Angst, dor is för mi kien Touhuus mehr!“

Miene Dochter reet mii ute Gedanken. „Bis us touhuus giff et vannaomt dien Leibgericht. Marek häff all aals vörnänner, hei teuwt all.“ „Jao, schön van jou“, sä ick, „dat frait mi“, un füllt woller in miene Gedanken.

Marek, miene Dochter ehr Mann, wi wör dat noch bi sien Touhuus. Taihn Johr wör hei eiers wän, as siene Öllern mit ehre beiden Kinner ut’n Osten nao hier, nao Essen, kaomen sünd.

Häbbt sick bi Nacht un Näbel äöwer dei Grenze schmuggelt, blots mit dat Nödigste. Mössen aals achter sick laoten. Uck denn lüttken Hund, Mareks besten Frönd! Un noch lange har hei doran denken möss: Wo is hei wull – touhuus? Aower wo bün dann ick – wo is mien Touhuus?

Un wi dat Läben so spält: Miene Dochter ünnerrichtet hier in Essen at Lehrerin in Dütsch eine Willkoamensklasse. Kinner ut väle Länner, uck Kinner, dei nie woller trügge käönt. Un jedsmaol, wenn dei Ünnerricht tou Enne is un et heit, gi käönt nu nao Huus gaohn, kiekt ehr väle Oogen an, as wenn sei säggen wulln: Touhuus – wi schön wör dat, wenn wi dor woller hen kunn‘n…

Aff un tou kummp ein van dei Lüttken naon Ünnerrich an, packt ehr ümme, un sägg gans liese: „Bi di is dat uck schön. Hier häbb ick kiene Angst!“ 

„Papa, wi sünd touhuus“, röp miene Dochter. Ick wör all woller trüggebläben. „Jao, jao – is gout, ick kaom all“, sä ick, wör aower noch ganz in mien Gedanken. „Wat is mit di?“, miene Frou stöttde mi an, „häss du wat? Off denks du di woller wat tousaome?“ „Och, laot mi doch“, güng ick doraower weg. 

Miene Dochter köm dortou, lachde un pück mi ümme. Sei wüss, wi sei mit ehrn Pappen ümgaohn möss, wenn sei wat wäten wull: „Säggs du mi Papa, wo du an dacht häss?“ „Jao“, ick haolde deip Luft, „ick häbb äöwerlegg, wo is un wann sägg man touhuus.“ „Un“, frög sei wieter, „häss du et rutkrägen?“

„Ick glöw schon“, un mi flög et nur so rut: „Äöwerall, wo Menschken sick verdrägen dout, uck vergäben käönt, is Fräen.

Un wo Fräen is, giff et uck ein Touhuus!“

Bi us tou Huus...

Ein Wiehnachtsgeschenk…

KW 51/25 – Ein Wiehnachtsgeschenk…  

Advent, Advent, dei Tied dei rennt…

Nu is dat Johr all buld vörbi, un besinnig denket wi –

wör aals richtig, wat ick häff maokt, wat wör verkehrt, wo häff et haokt?

Nu is noch dei Tied dorvan, dat man doran denken kann,

Jetzt schull man dat, wat dait dor kell‘n, drokke noch maol richdig stelln!

Vergäben uck, dei weh us daon, verseuken, denn Ännern tou verstaohn.

Kann man an den Nächsden denken, dait man sick sülwes mit beschenkan!

Social Media Auto Publish Powered By : XYZScripts.com