< Dei Bidrag is disse Wäken ünner „Bi us tou Huus…“
Kategorie: Use Kläönschnacker
23.02.2025 – Ditmaol wat van Hoch up Platt…
Wie man Lebensweisheiten up Platt utleggen kann, hätt mi einer van use Kläönschnacker verklort…
Schlaue Sprüche – van Hoch up Platt – ick vertell jou dat!
Träum nicht dein Leben. Lebe deinen Traum… Dei, dei wat anpackt, kann uck wat fardig kriegen!
Die Schule des Lebens kennt keine Ferien... Dat schull man sick marken: Man lernt nie ut!
Die Macht ist immer lieblos. Liebe selten machtlos… Wichtig is blots, dat et inne richtige Richtung gaiht!
Einfache Regel, damit es einem besser geht: Ansprüche verkleinern… Wäs mit dien’n toufräe, dann gaiht di’t uck bäter!
Ein schönes Leben kann nur haben, wer aufhört, sich ein besseres zu wünschen… Siehste –
geew dat nich maol sowat wi Demut und Bescheidenheit? Sünd wull Fremdwöör worn.
Menschen sind wie Edelsteine: Man lernt sie kennen, wenn man sie aus der Fassung bringt…
-Mamm‘ tou ehre Dchter aower ehrn neien Bräögam: Targ üm man eis. Dann lers’n am bessen kenn’n!
Um eines Menschen Wert zu erfassen, musst du ihn erst über andere urteilen lassen…
-Dann weiß du, wi hei aower di denkt un schnackt, wenn du d’nich bie biss...
Leute, die einen Namen haben, müssen gefasst sein auf Zuschriften von denen, die keinen haben...
-Dei denkt wi dei Immen: „Dor is Hönig inne Heide!“
Fürchte nicht Feinde, die angreifen, sondern Freunde, die schmeicheln…
–So staiht et all inne Bibel: Hüte dich vor Wölfen, die in Schafskleidern zu dir kommen!
Auch Tugenden stecken an… Aower: „Dei Schuss kann uck nao achtern losgaohn!“
Wer auf dem hohen Ross sitzt, hat auf das falsche Pferd gesetzt… Un – wer tou hoch kladdert, kann
schnell deip fall´n!
Freundschaft, die aus einem Geschäft entsteht, ist besser als’n Geschäft, das aus Freundschaft entsteht… -Dann kannste doun un säggen, watte denkst!
Ist das die beste Erfolgsregel: Dem Kunden immer mehr geben, als er erwartet?
–Erfolg up Duur is – wenn beide Sieten toufräe sünd!
Hüte dich vor kleinen Ausgaben! Auch ein kleines Leck versenkt ein Schiff…
–Aower. Mit groten Utgaoben gaiht‚t schneller..!
Mache Geld zu deinem Gott, und es wird dich wie der Teufel plagen…
-Je mehr er hat – je mehr er will – et giff kien Holt mehr!
Wen der liebe Gott einmal bei der Arbeit gesehen hat, dem besorgt er laufend neue…
–Wenn einer lacht – lach mit! Wenn einer sing – sing mit! Wenn einer arbeitet – laot’n arbeiten!
Und zuletzt eine kleine Anekdote auf Platt…
Verkehrskontrolle… Dei Polizist aowerprüft dat Auto: „Dei Tachometer is doch kaputt, dor weiss doch nich, wie schnell du fäuhers“, muult hei Opa an.
„Doch, doch“, sägg Opa, „ick richte mi woänners nao: Bi füfftig fang dei Stosstangen an tou klappern, bi 80 dei Dörns un bi Hunnert Oma´…“
Na denn – goue Fohrt!
Ergänzung zu meiner Platt(en)kiste vom 15.02.25
Eine direkte Übersetzung von Platt- auf Hochdeutsch ist oft nicht möglich, bzw. klingt fremd- und eigenartig. Auf Wunsch eines „Hochdeutschen“ habe ich dennoch versucht:
Aohnensägel (ohne Segel – ohne Führung) = einer, der ohne nachzudenken agiert…
Aohnensolt (ohne Salz – ohne Würze) = einer, der geschmacklose Sprüche loslässt…
Aohnenwäten (ohne Wissen – ohne Grenzen) = einer der verrückt spielt, ohne Anstand herumpoltert…
Brägenkläöterig (Kopfklapprig – Brägen ist ein Kopf, bekannt als Schweinekopf; kläöterig heißt stark klappernd) = wirr im Kopf, einer der alles falsch auffasst, nur Verrücktes denkt und redet…
Dag uck = Guten Tag… Ein toubi (ein dabei)= wünsch ich dir auch…
Dat geew langen Haowern (langer Hafer – längere/kräftigere Strafe), mit’n Handstock afdrögen (mit dem Handstock abtrocknen – eine Reibach mit dem Handstock) = in beiden Fällen eine Tracht Prügel…
Fedder Tied – fedder Raot (fedder–fernerhin; Tied-Zeit; Raot-Rat) = Abwarten – gibt Zeit, zum überlegen…
Haohnenträe länger (Hahnenschritt länger) = kleiner Schritt mehr… Bekannter Ausspruch: Hilgen drei Käönige is dei Dag all’n Haohnenträe länger!
Hei köm toustrumpe (er kam zu Fall – er ging kaputt) = unter einer Last zusammengebrochen…
Hei seet besträen uppe Netten Dörn = er saß rittlings auf der Vordertür (Netten = Norden – die Netten Dörn/Vordertür der Bauernhäuser war früher möglichst gen Norden ausgerichet)…
Hölpenköster (Hilfsslehrer) = Mensch, der zwei linke Hände hat…
Holl di munter (Halte dich munter) = Bleib gesund… Holl di fuchtig (Halte dich aufrecht) = weiterhin Kopf hoch… Holl di wat (Halte dich was – bleib so, wie du bist) = Bis dann, auf bayrisch Pfiati (Pfürti)…
Iesenbaohnpaolupundaoldreiher = Schränkenwärter…
Kloukfideln (klug sprechen) verkloukfideln = genau erklären/auseinander legen…
Klei mi an Mors (Kratz mich am Hintern)= Du kannst mich mal… Klei di an Mors (Kratz dich) = Kümmere dich um deinen eigenen Kram…
Klütken = Klöße, die in der Suppe… klütgen = die Kügelchen für die Schneeballschlacht…
Laiwiewerzoppen (faule Weibersuppe) = einfache Suppe/Eintopf ohne Einlage, z. B. Graupensuppe…
Laot‘t Schaop man schieten, Wulle wasst wieter (Egal, ob das Schaf frisst oder sch…, die Wolle wächst weiter) = Nicht aufregen, es läuft alles von alleine…
Mit‘ne Wusst nao‘n Siern Speck schmieten (Mit der Wurst nach einer Saite Speck werfen – austauschen)
= Besserer Tausch. Früher hatte die Saite Speck einen höheren Wert als eine Wurst…
muddeln (schaffen – das kann ich schaffen) mansen, böern (tragen – das kann ich tragen) = für alle drei Begriffe – Schweres erledigen…
Müssen vull Schlaop… (Mütze voll Schlaf) = Das ist eine kleine Pause…
muts = bald, forts = sofort… glieks = gleich… Beispiel: Ick kaom muts -forts -glieks..
Piddewaihen/pirrewaihen = herumtreiben… up’n Ritt = auf der Walz…
Plattpidel (Flachdenker) = trotteliger Mensch…
Schietbüdel (Hosenscheißer) kleiner Wichtigtuer…
Schnöttwassenweer (Schnupfen wachsendes Wetter)= Erkältungswetter…
Schotthaosen (schwere stabile (strapazierfähige) Strümpfe) = sog.Überziehsocken oder auch dicke Strümpfe…
Seelenwärmer (dto) Ünnerjack (Unterjacke) = Leibchen, zusätzliches wärmendes Unterhemd…
Undäögd (untauglich) = unmöglicher Typ…
Wenn’n Hund schmieten wullt, dann finnd´s uck’n Stein. (wer einen Hund etwas nachwerfen will, findet dafür auch einen Stein/einen Gegenstand) = Wer jemanden was unterstellen will, sucht und findet auch einen Grund.
Seih tou = Aufwiedersehen!
Bit änner Maol – hollt jou munter! = Bis zum nächsten Mal – bleibt gesund!
15.02.2025 – Bäten ut miene Platt(en)kiste…
Wöör un Schnäcke ut miene Platt(en)kiste… van Platt up Hoch (Auszug Teil 3) – KW 8/25
Aohnensägel = der ohne nachzudenken agiert… Aohnensolt = der geschmacklose Sprüche loslässt… Aohnenwäten = der ohne Anstand herumpoltert…
Brägenkläöterig = wirr im Kopf, einer der alles falsch auffasst, nur Verrücktes denkt und redet…
Dag uck = Guten Tag… Ein toubi = wünsch ich dir auch…
Dat geew langen Haowern, mit’n Handstock afdrögen = in beiden Fällen eine Tracht Prügel…
Fedder Tied – fedder Raot = Abwarten – dann haben wir Zeit, neu zu überlegen…
Haohnenträe länger = kleiner Schritt mehr…
Hei köm toustrumpe = unter einer Last, o.ä., kaputtgegangen…
Hei seet besträen uppe Netten Dörn = er saß rittlings auf der Vordertür (Netten = Norden)…
Hölpenköster = Mensch, der zwei linke Hände hat…
Holl di munter = Bleib gesund… Holl di fuchtig = Kopf hoch… Holl di wat = Bis dann, auf bayrisch Pfiati…
Iesenbaohnpaolupundaoldreiher = Schränkenwärter…
Kloukfideln = genau erklären/auseinander legen…
Klei mi an Mors = Du kannst mich mal… Klei di an Mors = Kümmere dich um deinen eigenen Kram…
Klütken = Klöße in der Suppe… klütgen = Schneeballschlacht…
Laiwiewerzoppen = einfache Suppe/Eintopf ohne Einlage, z. B. Graupensuppe…
Laot‘t Schaop man schieten, Wulle wasst wieter = Nicht aufregen, es läuft von alleine…
Mit‘ne Wusst nao‘n Siern Speck schmieten = Besserer Tausch. Früher hatte die Saite Speck einen höheren Wert als eine Wurst…
muddeln -mansen -böern = Schweres tragen, erledigen…
Müssen (Mütze) vull Schlaop… = Das ist eine kleine Pause…
muts = kaom muts, forts = komme sofort… glieks = gleich…
Piddewaihen/pirrewaihen = überall herumtreiben… up’n Ritt = auf der Walz/Jagd…
Plattpidel = trotteliger Mensch…
Schietbüdel = kleiner Wichtigtuer…
Schnöttwassenweer = Erkältungswetter…
Schotthaosen = sog.Überziehsocken oder auch dicke Strümpfe…
Seelenwärmer-Ünnerjack = Leibchen, zusätzliches Unterhemd…
Undäögd = unmöglicher Typ…
Wenn’n Hund schmieten wullt, dann finnd´s uck’n Stein..= Wer jemanden was unterstellen will, sucht und findet auch einen Grund.
Seih tou = Aufwiedersehen!
Bit änner Maol – hollt jou munter!
08.03.2025
< Dei Bidrag staiht disse Wäken ünner „Bi us tou Huus“.
Veiertaihn Kinner…
Veiertaihn Kinner… KW 4/25
För veiertaihn Kinner tou sorgen… Dor fraogt sick manch einer, wi häbbt dei dat fräuher blots schafft. Doch touerst will Ida vertelln, wie sei tou soväl Kinner kaom’n sünd:
„Dat was ennlick gans einfach. At wi dat eiersde Kind harn, dor sä mien Kerl, Mamme up ein Bein kam’n nich staohn. Un dor häbbt wie us dat tweite bestellt…
Jüst ein poor Monate old, dor sä mien Heini: Ida, drei is ’ne Glückstaohl. Ja, sä ick, wenn du menns Heini?! Un dor häbbt wi us dat drütte bestellt….
Dat häff nich lange düert, dor sä mien Olle: Ida, wat hollst du dorvan, dat giff veier Evangelisten. Du biss gout, sä ick, aower du mosst wäten – wenn du menns Heini?!
As wi use veier Evangelisten tousam’n harn, dor kneep Heini mi inne Bakken un sä: Sägg Ida, fiew Finger sünd an jede Hand. Jao, sä ick, ick weit all wat du säggen wullt, aower, wenn du menns Heini?! Un dor häbbt wie us Nummer fiewe bestellt…
Mien Heini denkt uck an aals. Dor sä hei doch up einmaol: Sägg Ida, sesse is jüst’n halwet Dutzend, väl bäteret inkoopen: Halw Dutzend Hemde, halw Dutzend Unnerbüxens, halw Dutzend Strümpe – un van halw Dutzend Kinner, wat hollst du dorvan? Dor sä ick: Heini, man sinnig an, man nich aowerdriewen, aower wenn du menns Heini?!
Nu wasset dat sesste Kind, jüst as siene fiew Bräuers, uck wer’n Jung’n. Dor sä mien Heini: Ida, nu isset egaol, nu käönt’t uck säben Mackabäische Bräuers wern. Wat wullt du denn dormit säggen, frög ick. Aower, wenn du menns Heini?! Un richtig un gout, was wer’n Jung’n…
Dat güng ein halwet Johr gout, dor kneep mi up einmaol mien Heini Middaogs, tüschken Soppen un Kartuffeln, inne Backen un sä: Ida mennst nich, dat achte ’n schöne Taol is? Am achten bün ick geborn… Och, sä icke, wenn ick di richtig verstaoh, wull du dat achte Kind. Na ja, wenn du menns Heini?!
Dat güng wer’n poor Monate gout, dor sä Heini up einmaol: Ida, du weiss, ich bün immer’n strammen Artillerist wäsen,un nägen wör miene Regimentsnummer. Gi käönt et mi glöben, dor bleew mi dei Luft wäge, äöwer üm denn lieben Friedens willen sä ick: Jao, wenn du menns Heini?!
As wi’t nu glücklich tou siene Regimentsnummer bröcht harn, dor sä hei eines gouen Abends up einmaol: Mam’n, nu will ick di maol wat fraogen. Wie hollst du dat mit dei taihn Gebote? Un weil ick nich mit’t Gesetz in Konflikt kaom’n wull, dor sä ick woller: Jao, wenn du menns Heini?!
Heini wör immer all’n groten Karnewalsjeck, un dordör is hei dann wull uppe Idee kaom’n tou mi tou säggen: Taihn Kinner sünd eigentlick lüttken Karnewalsraot. Dor fählt aower doch noch dei President. Dor verschlög’t mi dei Spraoke. Ick kunn nur noch säggen: Jao, wenn du menns Heini?!
As wie dunn usen Ölwerraot tousaome harn, dor häff ick maol’n Wort riskiert und tou mien Olln sägg: Dei Karnewal mit denn Ölwen dor, dat passt nu mi nich. Nu will ick noch’n Kind häbben und dann isset aower Schluß! Mien Heini keek gans dumm ut un wesselde dei Farwe. Hei stammelde nur noch vor sick hen: Jao, wenn du menns Ida..?
Aower- nu wüdd’n wie van Pech verfolgt, ditmaol wüdd’n Twillinge. Dor harn gi maol mien Heini hörn schullt, wat dei lamenteierde: Dartaihn – nä, dat gaiht nich, dat is ’ne Unglückstaohl: Nu käönt us blots noch dei veiertaihn Nothelfer hölpen.
Un as dat veiertaihnste Kind ünerwängs wör, dor hätt et mien Heini wull reicht un hei sä doch glatt tou mi: Van morgen an schlaop ick uppe Hill’n!*– Jao, häbb ick dorup sägg, wenn du menns, dat dat hölpt, dann gaoh ick mit di – mien leiwe Heini…“
(*Hill’n = Hille off Balken äöwer Veihställe)
2025
Glück sängs Nei Johr 2025
Wat wör gout, wat gaiht bäter?
Wenn dat olle Johr gout wör, frai di up’t neie; wör’t dat nich, dann eiers recht…
Vergäten käönen heit, mit dei Erinnerungen doran in Fräe tou läben…
Man kummp bäter dör’t Läben, wenn dat Hart ‘n bäten weiker is as dei Kopp..!
Aals bruukt man nich wäten un Geheimnisse sünd noch kiene Wunner…
Phantasie is oft wichtiger, at aals tou wäten…
Jeder möcht dei Menschheit bätern, aower kiener fang bi sick an…
Dat giff soväl goue Vorsätze. Man bruukt se nur noch ümmesetten…
Schuuw nich aals up morgen, denn wenn di dat Spaoß maokt, kanns et morgen jo woller doun…
Wat man nicht meistert, mott man beherrschen…
G’scheite moss aowertügen – Dumme moss aowerräden…
Klouke Menschen maokt nich aale Fähler sülwes. Sei gäwt uck ännere dei Chance dortou…
Man schall dei glieke Dummheit nich nochmaol maoken – dei Utwaohl is doch so grot…
Menschen sünd wi Schallplatten: Gout upgeleggt, kaomt se am bessten aower dei Runnen…
Dat Benähmen is’n Speegel, wi’t van innen utsütt…
Wohr denn richtigen Affstand, wenn du einen schnell dichter kaomen wullt…
Dei Leiw mag blind wän, aower dei Eifersucht sütt touväl…
Vör’e Ehe hollt dei Oogen aopen, inne Ehe drück se eis öfters tou…
Sick sülwes tou bekriegen, is oft dat Schwörste. Sick sülwes tou besiegen, dat Allerschönste…
Man schall nich den Mund tou vull nähmen – bi’t Räden un bi’t Äten. Dat bewohrt ein’n vör Arger un Gewicht..
Undankbor is deijenige, dei wat för’t Nixdoun krägen hätt un för dei süfftigen Bedingungen mehr häbben will…
Un statt tou klaogen, dat wi nich aals häbbt, wat wi wullen, schulln wi leiwer dankbor wän, dat wi nich aals krägen häbbt, wat wi verdeint harn…
Wiehnachten 2024…
< Dei Bidrag staiht disse Wäken ünner „Bi us tou Huus“
Kläönschnack bi dei Kerls…
Dei Middewäken-Kläönschnack is Gesetz! Deil 2 KW 44/24
(Deil 1 in KW 42)
Dei Kläönschnack is gout tougange. Blots Klatten August fählt noch. Aower hei kummp all ankläötern. Mann kann ehm all van wieten hörn. Sien Moped kennt all lange kien Schalldämper mehr.
Naon Tiedlang sägg Bernd: „Wat hätt August denn, sien Knäterkassen püttget immer noch. Kann hei denn nich utkriegen?“
Franz: „Villich gaiht dat nich mehr. An dei Schliepkorn fählt einiges.“
August kummp rin – in lange blaue Ünnerbüxen!
Aale krigg se dat Lachen. Paul pultert los: „Sägg maol du Däöskopp, wat fallt di denn in. Kanns di nich öllinck antrecken?“
Bernd kann sick nich trüggeholln: „August, wat maoks du? Wenn Marie di so sütt. Dat is ´ne Sodaolin. Dei fallt van´n Globen aff. Dat giff ehrn Schock för´t Läben…“
Fennand is all an späuern: „Och wat, halw so schlimm. Sett di man hen. Brucks ´ne neie Büx? Will di wull fors eine schniedern.“
August: „Dumm Tüg, dei häbb´ck inne Käen krägen. Kunn´ck nich rutkriegen. Häbb mi dacht, hier kann´ck uck so ringaohn..!“
Franz: „Sägg maol August, wullt du di denn nich maol´n ännert Ding anschaffen? Diene Schliepkorn fallt di noch eis ut´nänner.“
„Och wat, wi werd´t aal öller un klappriger“, find August. „Nix – solange miene Horex noch löpp, schalle blieben, is mien besstet Stück, du wessels diene Kaline doch uck nich ut!“
Jan wedd unruhig: „Du Franz, dor fallt mi jüss wat in. As Hannelsmann kicks du doch bi Lüe in´t Achterfack. Is dor nich wat vör usen Heini bie. Wi bruukt Hülpe. Marie un ick käönt alleine nich mehr rieten. Un use Junge kummp nich inne Pötte.“
Franz: „Ja, dat weit ick so uck nich. Ick will mi aower wull eis´n bäten ümmehörn. An wat hars du denn dacht?“
„Dat schall mi lessden Ennes egaol wän“, mennt dei. „Hauptsaok, sei kann gout anpacken.Un wenn sei ut´n ehrboren Huuse köm, wör´t mi recht.“
Weil Franz Köttken Buur gout kennt, fraogt hei sinnig nao: „An wat denks du denn mehr, ann dat Ehre off leiwer an´t Bore?“
Dat is Waoter up Bernds Mäöhlen: „Villich driff sick dor noch so´ne Aowerjöhrige rümme. Dei moss nähmen, dei sünd bäten täsiger un häbbt sick aower all dei Johrn meist n´Sack vull Geld ansport!“
„Nä“, sägg Jan drocke, „tou old draff sei nich wän, wi wulln doch gern – sei schall doch noch… – Och, du Aohnsägel van Brow! Brow – kümmer du di doch üm dien eigenen Hoff..!“
Jonathan lätt denn Lehrer ruthangen: „Man sinnig an mit jou. Dat Wichtigste is doch, dat dei Froulüe sick stallen käönt.“
Jan: „Och, dat glöw ick wull. Mit use Marie kummps gout tourechte.“
„Naja, du weiß doch, wi Mouders so aower ehre Kinner denkt: Jede hofft, dat ehr Dochter ein’n bätern Kerl krigg as sei – is aower dorvon äöwertüügt, dat ehr Söhn’n maläwe kien bätere Frou krigg, as sien Vadder krägen hätt.!“
Korl is all ´ne ganse Tied an stöhnen.
Fennand häff et seihn: „Korl, wat kellt di denn. Wo häss du´t dann sitten?“
Korl: „Du weiss et doch. Miene Küt lätt mi kiene Ruhe. Mott wull an´t Weer legen. Man wedd öller. Dat wedd nich bäter.“
Clemens: „Och, dor mäöt wi dör. Ick häbb mi uck all woller verküllt. – is äben Schnöttwassenweer.“
August: „Dor hölpt´n Schluck. Clemens, du biss nu dran. Laot di nich lange nödigen, draih denn Buddel ümme!“
Bernd fang an targen: „Ick glöw nich, dat hei dat dait. Mini hollt üm kott, schall üm wull nich touväl inne Knippen daon häbbn…“
„Du biss´n ollen Wiespint“, sägg Clemens, „aower wer so´n grotet Wort häff, kann sick uck sülwes rögen. Paul, hör tou, Bernd wull ein´n utgäben.“
Gerd wedd et touväl: „Richtig, dou us gau´n Schluck. Dei schnackt nur dumm Tüg.“ Hei jaogt sien Präumken hen un her: „Laot us eis´n bäten van´t Weer schnacken. Wedd´t Weer leiper? Dei Tied is d‘ van. Franz, wat sägg dei hunnertjöhrige K´lenner?“
Jonathan schüddelt mit´n Kopp: „Sägg maol, glöw gi dat denn wücklich, wat dor in so ein K´lenner staiht? Worüm hunnert, worüm nimmp man nich nägennängzig Johr?“
Gerd wedd gans näterig: „Worüm, worüm – gi Lehrers mennt, dat gi aals bäter wät´t. Gi kaokt doch uck blots mit Waoter..!“
„Gerd“, Franz maokt up gans gewichtig, „dei häbbt dat studeiert, dei sünd äben gebildet…“
„Gebildet?„, Gerd rischket sick, „hahaha – ingebildet! Dei willt blots aals bäter wäten. Ick bin uck up’n högere Schoule gaohn – dei Schoule leeg up’n Barg..!“
Franz lacht: „Wenn´t nao’n Hunnertjöhrgen gaiht, wedd´t leiper. Dat schall nachts all freisen! Wi häbbt jo uck bold Allerhillgen.!
„Jao, dann gaiht’t Stinken inne Karken woller los“, knurrt Willi, nich Götte un Punkelbrot – nä, Mottenkugeln laot’t ehrn Damp aff.“
„Ick weit´t wull“, sägg Korl, „gout isset uck nich. Möcht` nich wäten, woväl Kugeln dor inne Kleeder sitt’t. Dei werd’t dann johrelang draogen un jeds Johr wedd naolegg.?“
„Fennand, kanns du dor nich wat an draihn?“, wedd Bernd luut, „maok doch maol´n gouen Pries för wat Neies – villich ´n Sünnerangebot för´n neien Mantel, wenn sei denn ollen trügge gäwt. Un van mi kriggs för jeden ollen Stinker noch´n Schluck extrao! Dat wör’t mi wert!“
Fennand: „Pfff – kümmer du di doch nich üm mien G´schäft. Un dor dann blots ein Schluck för – mehr nich? Wo läws du denn? Ick glöw, naue wi du biss, dann wüdds dor uck noch gerne up vergäten..!“
Franz is aal up sien Schoot an doun. Bernd sütt aals: „Nu fang hei uck noch an tou tittken. Franz, wo biet´t se di?“
Franz: „Och wat, ick bün aal an aowerleggen. Ick häbb mi´n Knoten in Taschkendouk maokt un nu weit ick nich mehr, wat dat bedütt.“
Korl : „Schuss sicker noch wat vör diene Frou mitbringen. Villich will sei noch´n Kouken backen.“
Franz: „Jao, dat isset, nu fallt’t mi woller in. Nä – Kouken isset nich, dorvör häff sei immer aals tousaome. Aower ick mott noch´n Geschenk vör ehr häbb´n. Sei häff aowermorgen Geburtsdag. Un ick weit immer noch nix Passendet.“
„Maok et wi Braohms Joop“, sägg Clemens, „dei gaiht nao Beermanns un sägg: Pack wat in för twintig Mark, ummetuschket wedd et doch.“
Jonathan: „Ick glöw, dat möck Franz nicht. Hätt jo noch Tied. Üm fallt bestimmt noch wat in. Man schall nich Pessimist, sünnern immer Optimist wän’…“
Korl lacht: „Realist gefallt mi hier bäter, denn wi heit dat doch: Ein Optimist sütt Lichter, wo kiene sünd, ein Pessimist blaost se trotzdem ut!“
Clemens schüddelt mit´n Kopp: „Mess, Mess – wat bruukt gi denn för´n Mess? Ick nähm Kouhmess, dann wasst use Räuben am bessden..!“
Fennand staiht up: „Nu reicht’t. August, gaoh drokke bisiet, ick mott nödig uttreern. Junge, Junge – bäter hunnert Pund up´n Rügge, as twei Pund inne Blaosen…“
„Jao, dann willt wi uck man upstaohn“, mennt Korl. „Häbbt lange nouch säten. Paul waok upp. Betaohlen – wi willt nao Huus!“
Jeder weit, wat hei betaohlen mott. Denn – wer naofraogt – krigg tou hörn: Taihn Mark!
Laot us Optimisten blieben – nächste Wäken maok wi wieter!
Froulüe maokt Kaffeekränzchen…
KW 43 /24 – Kreymborgs Elisabeth, off Kitzken Libett, laoet in…
Vandaoge is Libett anne Reege. Sei hätt richdig updischket un extrao twei Kaoken backt, weil Braohms Hedwig immer so’n groten Hunger un nich immer wat tou meckern hätt…
‚Wenn man van’n Dübel schnackt‘, dor kummp Hedwig all an: „Wunner di nich, Ick bün vandaoge bäten eiher dran, mott glieks noch naon Doktor hen. Hoffe, dat di dat nich stört.“
Libett: „Nä, dait et nich. Aower wenn du all dor biss, kanns mi fors bi’t Indecken hölpen. Dor in Schapp staiht dat Geschirr.“
„Oh jao“, Hedwig gaiht fors los, kick natürlich ers maol Schränke un Trecken dör, un fraogt dann gans neischkierig: „Wat för’n Geschirr schall ick denn nähmen, dat Beste, off wat häss du vörseihn?“
Libett kennt Hedwig un ehre Achtergedanken: „Du häss et doch all seihn. Wi sünd nich bi Braohms. Bi us giff et blots eine Sorte. Un wenn du all tougange biss, dann kiek äben dei Zuckerpötte nao. Dormit du nich woller äöwerall seuken moss, stell ick di dei Zuckertüten dor hen.“ Hedwig knipp dei Lippen tousaome.
Agnes kummp rin: „Wi gaiht dat denn? Hedwig is all dor un flott tougange. Hätt dien Kerl di ut’n Middagsschlaop schmäten?“
Hedwig kott aff: „Nä, ick bin wat eiher, mott glieks naon Doktor. Ick wull Libett blots ’n bäten bi’t Updischken hölpen. Aower ick glöw, dat schinnt nich gout antoukaom’n.“
Libett: „Och Menschke, wat du häss? Bi’t Utdeieln biss doch uck nich so kleinlick!“
Agnes fang schnell van wat änneren an: „Wat hätt Liese denn aal mit Kraomers Guste tou schnacken. Dei beiden staoht dor achter all’ne ganse Tied tousaome.“
Hedwig: „Pastor schall Hilde wull sägg häbbn, sei schull Guste fraogen, wat dor achter sien Rücken bi ehrn Hamborg-Utflug loopen is.“
„Dei sünd uppe Reeperbaohn wän. Dat weit ick“, sägg Agnes fors. „Mehr häbb ick ut Korl uck nich rutkrägen. Blots -„, sei maokt up gans wichtig, „wat Pastor dann aower Liese loslaoten har – oha..!
Mit dat Menschke uttoukaom’n, – dat wör nu gornich einfach. Dei Hushöllerschken, har hei mennt, kaomt aal in’n Himmel, weil dei Dübel se nich maol häbben will! Hihihi.“
Pastors Liese kummp jüss rin. Un wi up Kommando van aalen Sieten: „F e i n, dat du kummps Liese. Wat har Guste tou vertelln?“
„Mag dat all buld nich mehr hörn“, sei schüddelt mit’n Kopp. „Fraogt mi doch glatt, off Pastor noch wat aower denn Utflug vertelld un off üm dat uck so leip gaohn har.. Ehr Jonathan harn gansen Dag flach lägen un üm wör’t van ünn’n un baoben kaom’n.“
„Häss recht“, sägg Hedwig, „iss jo buld so, at wenn wi nix änners tou schnacken harn, as us aower dei Kerls uptourägen. Sägg eis Libett, bi joun Naober Köttkens, is dor wat Lüttkes upstaohn?“
Libett: „Jao, nich nur. Et hätt noch richdig Spektaokel gäben… Also, Josef har us sägg, dat se wat Lüttkes krägen harn. Dunn häbbt wi nich blots üm un siene Fraou graleiert, sünnern uck Oma un Opa. Un wat menns, wat dei olle Köttken Bur dunn van sick geew: Dat lohnt sick nich tou graleiern, dat is jo man’n lüttken Grässmieger worn…“
Alle sünd platt un hollt den Mund aopen: „Jao“, sägg Libett, „so häbbt wi uck utseihn. Wi harn us am leiwsten in Muuslock verkraopen. Aower dunn hars du Jan sien Jungen, denn Kaisers Josef, eiers hörn möss: Nu reicht et‘, sä hei, ‚ick bün hier nur wägen jou mit miene Frou hertrucken. Aower wenn du noch einmal sücke Schnäcke los läss, sünd wi morgen woller wäge.
Wat menns, wi dei olle Köttken dunn utsehg: Kriedewitt! Joop hätt sick bi us entschuldigt: Is bäter, wi verschuuwt et. Laot us’n änner Maol ein’n tousaome drinken. Ja, so is dann dat „Kind pissen laoten“ utfalln..!“
Liese: „Gott jao, dei armen jungen Lüe. Un wat sägg Marie dortou? Wat mott sei uck aal beläwen mit denn Kerl.“
„Dei reinste Skandaol wüdd ick säggen“, Agnes kann’t nich faoten. „Wat bild’t dei sick ellinck in. Dei junge Frou, dei iss tou beduurn.“
„Mags wull säggen“, Hedwig maokt sick gans wichtig: „Doch denn Köttken Jan günn ick, dat hei maol so richtig ein’n raower krägen hätt.“
Pöltz Hilde kummp rin. Treckt ehre Jacke un schmitt sick up’n Stouhl: Wat’m doch at Witwe beläwen mott.“ Sei schüddelt mit`n Kopp…
Dat is wat för Agnes: „Wat is Wicht, wat hässe beläwt? Vertell, vertell.“
Hilde: „Ja, ick wör froh, dat dei Kouken Jan nu wäge bliff. Wat passeiert? Nu driff dei olle Pintken Bernd sick bi mi rümme. Ick häbb üm all`n poor maol bitt’t, hei schull mi in Ruhe laoten. Aower nä, dor denkt hei nich dran. Mott man sick denn as Witwe dat gefalln laoten?“
Libett: „Dat moss du änners anfangen. Dor hölpt di kien fein’t Benähm’n. Denn moss du so ein’n mitgäben, dat üm dei Ohrn glaiht..! Bi mi köm hei uck maol an. Wull denn gansen Schlauen spälen. Grinsde mi wi so’n Ülk an un frög, off ick Breifmarken sammeln dö, un off hei miene Sammlung eis ankieken kunn.?!
Du glöws doch nich, häbb ick tou üm sägg, dat ick sücke kaputte Marken wi di sammel. Un wenn du nich fors wäge biss, dann kläw ick di’ne Marke up dien Schnaobel, dat du menns, dei Dübel hätt di bäten..!“
Hedwig gans begeistert: „Dat wör richtig. Dei olle Griesbuck. So mott hei’t häbben!“
Liese: „Oh Gott, oh Gott – wenn ick dat denn Pastor vertelln dou, wat hei dann wull…“
Libett: „Tüdelüt, wenn du üm dat vertellst, off wenn dat bichts, dat bring nix. Hei mott doch vergäben – un dei bäten Buße..?
Aower ick, ick krigg denn Luushund noch eis. Un dat kanns mi glöben – dann mott hei büßen!„