02/24 – Kerls hollt Fräuhschoppen… (Deil 1)
Winterdag – Franz is alltied dei Eierste: „Wat is dat kold. Je öller man wedd, üm so mehr früss ein´n. Ick kann aobends nich maol inschlaopen mit mien kollen Fäute.“
-Gerd, dei achteran kummp, hätt’t mithört. Hei jaogd ers maol sien Präumken ´n poormaol hen un her un mennt gans dröge: „Häbb gor kien Last mit. Wenn ick mien Fäute kold häbb, stäck ick´se miene Marie achtervör!“
-Franz winkt aff: „Jao- jao, dien Schnack kennt wi aale. Dat hölpt mi nu aower nich… Paul – hör tou, dou us drokke ´n poor Schluck. Dat warmt van binnen nao buten.“
-Clemens kummp inne Dörn. Bernd achteran. Bernd spräck Clemens fors an:: „Nu kiek eis dei Clemens, häss di losräten? Schön, dat du eis woller toukicks.“
-„Jao, Mini is bi Pastors Liese, sei wull noch Missen läsen laoten.“
-Willi, August, Korl un Jan kaomt an. Willi har´t noch jüss mitkrägen: „Ick häbb´t seihn, at sei dor rin güng. Wat Liese ehr wull all vertelln mott. Bit dei woller rut kummp, kanns wull besaopen wän.“
-Clemens: „Besaopen? Nä, soväl wull ick nu uck nich drinken.“
-Bernd fang an targen: „Häss wull nich soväl bi di, wa? Diene Mini hollt di wull´n bäten kott…“
-Clemens: „Ja, dor häss recht, dann kanns du jo ein´n utgäben.“
-Bernd: „Dat wull´s woll. Fette Göse den Mors schmeern. Dat kann ick uck laoten.“
-Korl mennt gans dröge:“Och, nu laot denn Clemens doch. Hei maokt dat richdig, kann in Ruhe sien Schluck drinken, un Mini lätt vör siene arme Seele ´ne Misse läsen.“
-Fennand kummp rin. Na, biss uck hochkaomen“, fang Bernd an, „du häss´t gout, draffs lange schlaopen. Bi diene Sefa ehrn Ümfang bliff et jo länger düster inne Kaomern. Hihihi.“
-Fennand treckt sien Rock ut, sett´t sick an Dischk un sägg gans ruhig: „Dat stimmt, miene Frou is dick, aower du biss dumm. Blots – miene Frou kann affnähm´n!“
-Jonathan, dei olle Lehrer, is jüss rienkaomen un gaiht dor fors tüschken: „Nu hört up mit so’ne Käbbelei. Dat giff doch uck noch Änneres tou beschnacken…Wat holl gi dann van usen neien Kaplaon. Dei har doch vandaoge wücklich ´ne feine Prädigt.“
-Willi mennt gans dröge: „Aower laogen hätte uck. Hei häff sägg, in meines Vaters Haus sind viele Wohnungen… Stimmt nich – ick kenn siene Öllern. Dei harn blots´n lüttket Hüerhuus. Dei harn nich maol Platz för ehre Kinner!“
-Jan: „Och du Dräömel, dei mennde doch usen Hergott. Hei hätt ute Bibel vördraogen. Na, dann häss du wull fräuher inne Schoule nich uppasst.“
-„Kunn hei nich“, röpp Bernd, „hei is doch all in dei veierten Klasse wägen Körpergröße entlaoten worn, hihihi.“
-„Datt moss du uck noch jüss säggen“, schnaut Willi trügge. „Ick seih’t noch genau vör mi. Du seets doch immer up´n lessden Platz. Wi sägg man immer: Dümmer gaiht´t nümmer!“
-Kraomers Jonathan nappkoppt un sägg liese: „Wi mien Vörgänger all sä: Wenn hier eines Daoges dei Dummen utstarwt, dann häbbt dei Lüe et wiet bit nao’n nächsden Naober!“
-Nu versöch Franz dor woller´n bäten Ruhe rin tou bringen: „Laot´t doch dei Targereie. Mi gefallt dat in use Karken immer gout. Wenn dei Örgel spält, dei schöne Akustik.“
-„Jao“, kummp Willi dortüschken, „ick häbb´t uck raoken, dei goue Akustik. Dat is Punkelbrot- un Götte-Tied..!“
–Franz: „Och jao, du weiß doch, laot den Wind man gout dör dei Böxen waihn, dann kann dei Doktor sick anne Morse klain!“
-„Ouh – hör mi doch up mit dei Doktors“, Willi kummp up Tour´n: Nu gaiht et dei Doktors an Kraogen.
Aower dat vertell ick dat nächsde Maol… (Deil 2)