Use Kläönschnacker

Jung un Old…

27.07.2025/KW 31- Jung un Old… (4. Deil van 4.)

Juli gaiht Enne, un bi us uck ersmaol dei Grilltied. Nächste Wäken schnack wi äöwer Arnte un Arntefeste.
Ein lessdet Maol sünd wi noch bi Oma un Opa, dei tousaome mit ehre Enkelkinner an grillen sünd. Dormit et nich langwielig wedd, vertelld man sick wat, dat man nich aal glöben mott.
Oma fallt wat in: „Ick weit wat. Häbbt gi vandaoge all dei Zeitung läsen – nä..?“
Oma kick rundümme: „Stellt jou eis vör, dor hätt doch ein‘n van dei Reporters, dei ollen Zeitungsheinis denn Sänger Fredi fraogt, off hei van üm ein Inderwief  kriegen kunn. Hannelt dei nu mit sükke Froulüe?“
Aale kiekt Oma fraogend an. Un Oma rattert wieter: „Ja – un dann is hei noch so driester un fraogt, off dei Sophia Loren, dei Schauspälerin, ein Renn- off rounden Fuss, off sowat ähnlick, har? Also wücklich..!“
Dei Kinner sünd gans verdattert un käönt dor gornix mit anfangen, bit at Frieda luuthals anfang tou lachen: „Ick weit, wat du menns Oma. Dei Reporter wull sick mit Fredi ünnerholln. Up englisch fraogt man dann nao ein In-terv-jou. Dat schriff man Interview, hätt aower mit Inderwiewer, off wat du dorut verstaohn häss, nix tou doun.
Oma, Oma, un dann sägg man uck nich Renn- off run´n Fout, sondern man schriff Rendezvous un sägg Ron di wu..! Dei Reporter wull wäten, off dei Fredi mit dei Sophia Lorén ein Techtelmechtel off sowat hat har… Also Oma, hör tou, man sägg Ron-di-wu un fraogt nao ein In-terv- j o u !“
Oma is gans dörn Wind: „Wat säggs du – jou?“, fraogt sei upgerägd, „hätt hei jou uck fraogt? Kinners, nu laot jou doch nich mit sükke Kerls in. Dei willt doch blots…“
Stopp!“, nu wedd‘t Erna touväl, „du brings aals dör‘nänner Oma. Ät eis. Wi käönt glieks wieterschnacken.“
Goue Idee“, mennt Opa, „wat schert us dei olle Buck? Dei is noch öller as ick. Laot us leiwer van dei Fischers Leni schnacken. Houh-wenn‘ck dei seih un singen hör, dann wedd mi jümmers warm üm‘t Hätte!“
Dat bring aower Oma woller trügge: „Nä, dei mag ick nich mehr. Wat dei dor lessdens eis vertellt hätt. Sä doch glatt, sei har all öfter‘n aopen Eers hat. Sowat doch uck, sowat sägg man doch nich. Ick häbb mi buld wat schämt. Dei Reporter is dor gornich up ingaohn. Wüss dor uck bestimmt nix up tou säggen..“
Dei Kinner kiekt eis woller gans verdutzt, bit Frieda et woller kapiert, wat Oma dor mennt: „Oma, Oma – wat häss dor woller verstaohn? Dat bedütt doch gans wat änners. Sei will dormit säggen, dat sei all mehrere Ai… – ick menn, sei häff all öfter‘n Open Air hat, sowat wi’n öffentlichen Uptritt vör väl Zuschauer!“
Erna kummp tou Hülpe: „Jao Oma, lessde Maol wör‘t richdig gout. Ick will noch wat pousten (posten).“
Oma stuff hoch: „Wat wullt du? Wullt du nao dei Post hen? Dann nähm ein Breif mit för Tante Marie. Dei häff äöwermorgen Geburtsdag.“
Erna: „Oma, dat hätt midde Post un Breifdräger nix tou doun. Dat is sowat wi ein Telegramm, dat aower Funk schickt wedd“.
Frieda hätt mithört: „Wi gaiht Tante Marie dat ennlick? Dei is all lange nich mehr hier wän.“
„Nä, isse uck nich. Nu röpp se andauernd an. Ehr Patenkind häff ehr dor wat schonken, so’ne, eine, ick mag et gor nich säggen, weil Opa dann immer an lästern is…“
Opa hätt aower mithört: „Jao – dat stimmt uck, häbb ick doch immer all sägg, Marie häff Rotten up´n Bäön‘n!“
Wat menns du denn?“, Frieda is gans upgerägt, un wedd immer luuter: „Wat is dor mit Tant Marie?“
Oma stäötert: „Opa ützt dor mit rümme. Ick glöw, Tant Frieda kann dat nich richtig utspräken. Sei schnackt immer so van Ratten, Rotten, off so ähnlick?!“
Frieda schleit dei Hann‘n vör´t Gesicht: „O, Gott – ick glöw, ick weit wat sei mennt, dat is – dat heit… – also, dat is so‘ne Inrichtung, dei kann man koopen un dann soväl telefonieren wi man will. Schräben wedd dat Flatratte, dat is englisch, man sägg Flätträt dortou!“
„Ick weit nich, off Tante Marie immer noch aals vörnänner krigg“, sägg Oma gans naodenklick, „bi Tant Paula in Amerikao har sei lessdens uck anroopen, vertellde sei. Un John, ehr Kerl har sägg, dat sei in Kitt…“, sei kick woller nao Opa raower.
„Jao“, Opa kick hoch, „kanns ruhig vertelln, dat Paula in Knast sitt.“
Frieda wedd gans iwrig: „Wat heit dat denn woller? Maol dei Rege nao. Wat hätt Tant Paula verbraoken, wat hätt sei maokt? Off wat hätt Tant Marie vertelld?“
Oma haolt deip Luft: „Ja – also, immer wenn sei dor anröp, wör Unkel John dor anne un sä, dat Tant Paula in Kitken wör. Aower dann har sei uck mit ehr schnacken kunnt un sei wör noch gout toufräe wän. Enweder, mennde Tant Marie, wörn dei beiden dörnänner, off beide seeten in Tuchthuus…“
Frieda sett‘t sick up‘n Stouhl un holt sick den Kopp faste: „Dat draff doch aal gornich wohr wän. Oma hör her. Kitchen Oma, Kitchen is englisch. Up dütsch heit dat Käöken! Also wör Paula inne Käöken un doch nich in‘n Knast..! „
Opa schüddelt mit‘n Kopp: „Ick verstaoht‘t nich. Mäöt wi denn Tommy denn aals naomaken?  Schall mi gornich wunnern, wenn se hier eines Daogs noch lünks uppe Straoten fäuhert.?!“
Wat naomaoken? Wer dait wat naomaoken?“ Erna is uck all ganz dörnänner. „Wekken Tommy? Us Naober? Harms Thomas?  Wat hätt dei maokt?“
Oma beruhigt: „Nix Besünners. Opa sägg immer Tommys tou dei Briten, tou dei Engländer. Laot‘n Opa man schnacken. Un Tant Marie gaiht‘t wücklich gout. Sei hätt all nao jou fraogt un kummp bestimmt dei nächsden Dage raower üm mit jou…“
Opa kummp dortüschken: „Dei laot blots wägeblieben. Dei is doch blots an klaogen, wi leip sei dat hätt, dorbi häff sei kien Kerl off Kind. Aower dat passt tou‘ne Sodaolin!“
Frieda: „Sodaolin, wat is dat denn nu all woller?“
Oma: „Blödsinn, nicht wichtig. Opas Spraoke. So sä man fräuher tou nich verhieraote Frouen.“
Opa pultert los: „Dat sünd all dei, dei einspännig bläben sünd, dei kien Kerl affkrägen häbbt, weil se an aalen wat uttousetten harn. Un Tant Marie kunn sowieso kienein wat recht maoken, dei …“
„Jao?“, Oma kick Opa scharp an, „dat moss du uck noch jüss säggen. Du biss doch daomaols wi verrückt ehr achteran loopen. Aower dei häff di wohrschaut, wat du för‘n Schlawiner wörs! Blots ick, icke – ick Schussel möss dann noch up di rinfallen…“
Oma weit nich so recht, off sei dorbi lachen, off schrain schall. Langsaom fang sei an tou neupen…
Drokke kaomt dei Kinner her un nähmt Oma un Opa in´n Arm. Erna: „Laot Tant Marie doch einfach so wi sei is. Wi mäögt dei wull. Aower – noch mehr frait wi us Oma, dat du up Opa rinfallen biss. Denn – sons har et us gornich gäben..!“

Kott verklort=kurz erklärt... Hätte=Herz; dör’n Wind=durcheinander; Rotten up’n Bäön’n=eingebildet oder „nicht alle Tassen im Schrank; iwrig=unruhig/eifrig/nervös; Schlawiner=z.B. raffinierter Schlaumeier; Schussel=nicht Nachdenkener o.ä.

Wo heitde dei noch

20.07.2025

Vertell eis maol…
Korl: Worüm wullt du di dann van diene Frou scheiden laoten?“
Jan: „Weil se jede Nacht dör dei Kneipen treckt!“
Korl: „Is sei Alkoholiker?“
Jan: „Nä, sei söch mi…“

Bi us tou Huus...

20.07.2025

Bäten wat van usen Kloukschieter Franz...
Sporsaomkeit heit Geld utgäben, woran man kiene Fraide hätt!
Aower: Van Wohrn un Sporn kummp Häbben van her!
Dei Ünnerscheid tüschken klouk un dickköppig is, vandaoge änners tou denken as gistern!
G`scheite moss aowertügen – Dumme moss aowerräden!

Use Kläönschnacker

Jung un Old…

20.07.2025/KW 30- Jung un Old… (3 Deil van 4)

Oma un Opa sünd bi ehre Enkelkinner an Grillen. Eigentlick eine goue Gelägenheit, sick dorbi gemütlick tou ünnerholln.

Doch Opa hätt dat Leipe un is an targen. Oma will all weg. Dei Kinner haolt ehr woller trügge.
„Kumm Oma“, sägg Frieda, „laot di nich langer targen. Wat Opa dor rümmepraohlt, käönt wi uck. Wi seukt di jetzt uck’n Freund. Dann kann Opa seihn, wo hei bliff.“ Sei packt Oma ümme un sägg gans wichtig: „Ick wies di, wi man dat vandaoge maokt. Is wat Neies. Wi dout gugeln, dann…“
Oma schüddelt mit´n Kopp: „Wat schall ick – gurgeln? Ick häbb mi doch gornich verküllt. Wat schall dor dann Neies dran wän?“
„Nee Oma“, Frieda haolt‘n poormaol deip Luft, „ick menn nich gurgeln, sünnern guuugeln (googeln), dor kann man…“
Oma fägt d‘ woller tüschken: „Kukeln? Nä, dat will ick all lange nich.“ Sei kick nao´n Opa raower. „Dat reicht doch nu wücklich, wenn einer bi us ein Kukelmors is..!“ 
, so gaiht et nich. So kaom wi nich wieter“, Frieda lätt denn Kopp hangen, „ick glöw, ick mott di wiesen, wat ick meen. Ick haol jetzt mien Laptop her un dann dou wi sörfen (surfen).“
Oma: „Wenn wullt du herhaoln? Un wat schäölt wi maoken..?“
Opa, mit vullen Backen kauend, röpp räöwer: „Sörfen kenn ick. Häbb ick all maol seihn. Dat is‘n Bügelbrett mit´ne grote Faohn, dor suust man mit aower‘t Waoter.“
Oma wedd d‘ gans rappelig bi: „Un dat schall ick uck maoken? Ogott – wat mouet gi mi up´n ollen Dag noch aal tou…“
„Nu hört doch endlick up mit denn Blödsinn“, Erna mischket sick in, „ick weit väl wat Bäteret. Oma, dou ers maol wat äten, dann vertell ick di dat.“ „Also“, Erna dait sick gans wichtig, „Oma is doch inne Danzgruppe. Wi wör‘t, wenn wi eis maol mit dei aal tousaome inne Disco güngen?!“
Opa prustet un lacht luut ut: „Wat willt gi? Inne  Disco mit ehrn Club, denn Orschbackenwackelverein? Dat mökk doch tou gerne seihn, wi dat wull affgaiht.“
Oma wedd woller unruhig. Aower Frieda is gans begeistert: „Laot Opa doch schnacken Dat is doch hammergail – dat wedd richdig gout Oma! Du treckst miene bunte Strumpfhose an un dann…“  
„Um Gott‘s Willen“, Opa kummp dor all woller tüschken. „blots nich, laot Oma blots kiene Strumpfhose antrecken. Dann fall‘t ehr doch bit‘t Pupsen immer dei Schouh ut..!“
„Jetzt reicht“, Oma wedd d‘ dull bi, „hollt du doch dien Mund. Schall ick maol vertelln, wi di dat gaohn hätt, at du van Utflug mit joun Kägelclub trügge köms? Ünnen un baoben köm di‘t!“
Och-nä“, Opa stäötert, „nix Besünners. Schnack man nich van…“
Un worüm nich? Du draffs dat, oder wat?“ Oma kummp in Fohrt: „Käönt alle hörn. Dor sünd dei ollen Suupsäcke in so‘n komischen Schuppen landet, mit so roet Licht. Weiß jo wull!“
Oma kick gans dull ut: „Heidners ehr Marie bedeint dor aff un tou. Un dei kunn nix Bäteres doun, at Braoms Hedwig dat tou vertellen. Nu weit et dat ganze Dörp.“
Schnack nich“, knurrt Opa, „dor weit doch nümms wat…“
Ha ha, un wat dor aal vertelld wedd. Opa schall mit so‘ne Taokeltante up‘n Dischk danzt häbb‘n, wi so‘n Häöhnken up‘n Messhoop.““Wat häss du Opa?“, is Jan vanne Sokken, „du up‘n Dischk mit so‘n heitet Püppken? Dat har ick seihn möss. Opa du biiss‘ne Wucht!“ Jan bögd sick vör Lachen.
„Oma aowerdriff“, kummp Opa d‘tüschken, „glöw dat doch nich aale. So schlimm wör‘t nich.“
Nix is aowerdräben?“, wedd Oma noch luuter, „unmöglich mäöt gi jou benaohmen häbben. Mög nich wäten, wat dor aal passeiert is?“ Se rullt richdig midde Oogen: „Dei Krankenwaogen har d‘sogor her möss, weil Braoms Korl siene Klappermäöhlen (Schrittmacher) dörbrennt is… Ick sägge di‘t!“ 
Opa wedd gans tatterig: „Dat stimmt doch aal nich. Korl güng dat doch all middags nich gout. Un dat wat Hedwig, dei olle Goos, vertellt,     dait kiener glöben. Dat Menschke is brägenklüterig!
Jan mischket sick in: „Heidners ehr Marie hätt dat vertelld?“, fraogt hei nao. Wiso is’n dei dor? Hört dei uck tou dei Anmaoketanten?!“
Dat kann wän“, mennt Opa, „wenn sei nao ehre Mouder ort, dann…“
Jan lacht luut ut: „Wat säggs du, dei Mouder, dei Vaogelscheuche? Hör doch up, wenne dei in‘n Kirschkenboom stellst, bringt dei Väögel dei Kirschken von vöriget Johr glatt woller!“
„Jaooo, vandaoge is bi ehr dat Verfalldaotum wull affloopen, aower“, Opa rischket sick, „vör Johren wör´t noch‘n Fäger, dor kunns du einfach nich van…“
„Opa“, köm Jan d´tüschken, „du wullt doch wull nich säggen, dat du fremdgaohn biss?“
 „Naja – hmm, nee mien Jung“, Opa wedd verlägen, „aower –“, hei schielt so’n bäten nao Oma räöwer, „ick mag d‘ doch tou gern van schnacken..!“
Oma wedd et nu doch touväl: „Kinner, Lüe, ick mag et nich mehr hörn. Laot us doch maol van wat änneres schnacken.
Un wat Oma hört häff un nu afflätt, is toun „kaputtlachen“.

Dat (4 van 4 ) vertell ick dann nächsden Sönndag!

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Jung un Old…

13.07.2025/KW29- Jung un Old… (2 van 4 – dat Grillen gaiht wieter)

Dei Enkelkinner häbbt Oma un Opa toun Grillen inlaoen. Dei Enkelkinner, tüschken achttaihn un twintig Johr, dat sünd Erna un Frieda mit ehre Freunde un Jan mit siene Freundin…

Et giff masse zu beschnacken. Oma, wi immmer gans neischkierig, häff Erna un Frieda mit ehre Freunde Felix un Markus all utfraogt. Nu kummp Jan, dei Jüngsteümme Ecke. „Wo kummps du denn her? Häss so lange schlaopen? Biss woller dei ganse Nacht ünnerwängs wän“, äöwerfallt Oma üm.
Jan bliff gans ruhig: „Wat maokst du di för‘n Kopp, Oma. Wi Kerls maokt dat schon richtig, nich Opa?  Aower kiene Sorge, ick bün all‘ne ganse Tied online wän.“
„Aohnlein – O Gott, o Gott“, Oma wedd gans tatterig, „du biss doch wull sachte nich woller aohne Lienen mit usen Hund loswän. Du weiß doch, dat use neie Naoberschke dor Angst vör hätt!“
Jan grinst blots: „Blödsinn! Ick menn doch gans wat änners. Aower dat wör uck nich schlimm wän. Dei olle neischkierige Tante draff us Karo ruhig maol‘n bäten verjaogen!“
Oma: „Jung doch uck. Wat schall dat. Maok dat Menschke doch nich noch banger at se all is..!“
Opa will se bäten beruhigen: „Och nu laot‘t dei doch. Ick mag dei, is doch‘ne feine Frou.“ Un liese tou Oma: „Up dat Papier möck uck noch wull schrieben…“
Omas Oogen blitzt gewaltig. Dor treckt‘n Gewitter up.
Doch dei Kinner kaomt d´tüschken. Frieda: „Wat häss du dor flüstert Opa, wullt du er schrieben? Schöön – villich noch’n Liebesbreif!“ Un lachend tou Oma: „Kann Opa dat? Hätt hei di fräuher uck Liebesbriefe schräben?“ Oma brummelt blots…
Jan kann sick nich trüggehollen: „Sowat bruukde hei bestimmt nich. Opa hätt bestimmt masse Freundinnen hat. Stimmt doch Opa, nich?!“
Opa stäötert: „Jao-jao, ick menn, ick weit nich, ao- aower wenn, dann blots toun üben, b l o t s  toun üben!“
Frieda straokt Oma aower‘t Hoor: „Laot‘se man schnacken. Du schass noch wull väl mehr Verehrer hat häbbn. Aower wenn ick jou vandaoge so hör, disse Targerei. Dann fraogt man sick, worüm du Opa dann hieraot‘t häss?“
Oma wedd gans verlägen un kick nao Opa raower: „Dat weit ick uck nich so genau. Hei köm immer woller an. Dann keek hei mi mit sien bruun‘n Oogen bädelnd an, wi us Karo. Wat schull ick maoken..?“
Jan gans grotkotzig dortüschken: „Ja Oma, wenn man dat so hört, dann moss du, wenn Opa di nich mehr will, usen Karo hieraoten, hihihi!“ 
Oma schüddelt mit‘n Kopp: „Kinner, Kinner, wat schall dat aal. Wi sütt dat ut. Häbbt gi’t Äten nu fardig?“
Erna: „Jao,wi sünd sowiet. Salaot moss ute Schöddel nähm‘n. Un hier is‘n schönet Steak. Wullt du dor‘n bäten Ketchup tou?“
„Bloutsoppen mag se nich. Moss ehr dor Suusepeiter up doun“, röpp Opa raower, „dat is wichtig, ohne dat löpp bi Oma nix.“
„Kenn ick nich“, sägg Erna, „wat schall dat wän?“
Oma wedd gans tatterig: „Nu hollt doch di‘n Mund. Fang dor nich uck noch mit an. Dat will kienein hörn!“
Doch Opa markt, dat dei Kinner neischkierig werd‘t: „Suusepeiter sünd Ziepeln, kanns gout van suusen. Oma hollt dor masse van. Dat mott ick jou unbedingt vertelln.“
Hei löpp tou Höchsform up: „Wenn Oma mit ehrn Club ‘ne Radfohrt maokt, staiht sei schmorns twei Stunn‘n eiher up un maokt sick Botters mit Hacke- un masse Suusepeiter. Sons kann sei mit all dei ännnern, dei väl jünger sünd, nich mitholln.
Aower dann – wenn et dann wirkt – oha oha, dat schullen gi maol seihn, wi sei dann affgaiht. Dann werd‘t se aal aowerhaolt. Un Oma suust dann vörup..!“
„Nu reicht mi dat“, Oma wedd dull, „wenn du nich fors uphörs, so’n Mess tou vertelln, gaoh ick weg“.
Dei Kinner krümmt sick middlerwiele vör Lachen. „Worüm staihs du dann morgens so fräuh up, Oma“, fraogt Jan. „Du kunnst doch man aobends vörher dat Raketenfouer äten…“
Opa kraiht raower: „Blots nich, schnack ehr dat nich woller an. Hätt sei einmal maokt, morgends harn wi kiene Bettdäken mehr!“ Oma staiht up un gaiht hendaol… Wat touväl is, is touväl!

Doch dei Kinner haolt ehr trügge. Nu kummp Stimmung up.  Un nächste Wäken vertell ick dat.

Allgemein

Jung un Old…

13.07.2025/KW29- Jung un Old… (2.Deil – dat Grillen gaiht wieter)

Dei Enkelkinner häbbt Oma un Opa toun Grillen inlaoen. Dei Enkelkinner, tüschken achttaihn un twintig Johr, dat sünd Erna un Frieda mit ehre Freunde un Jan mit siene Freundin…

Et giff masse zu beschnacken. Oma, wi immmer gans neischkierig, häff Erna un Frieda mit ehre Freunde Felix un Markus all utfraogt. Nu kummp Jan, dei Jüngsteümme Ecke. „Wo kummps du denn her? Häss so lange schlaopen? Biss woller dei ganse Nacht ünnerwängs wän“, äöwerfallt Oma üm.
Jan bliff gans ruhig: „Wat maokst du di för‘n Kopp, Oma. Wi Kerls maokt dat schon richtig, nich Opa?  Aower kiene Sorge, ick bün all‘ne ganse Tied online wän.“
„Aohn Leihn – o Gott, o Gott“, Oma wedd gans tatterig, „du biss doch wull sachte nich woller aohne Lienen mit usen Hund loswän. Du weiß doch, dat use neie Naoberschke dor Angst vör hätt!“
Jan grinst blots: „Blödsinn! Ick menn doch gans wat änners. Aower dat wör uck nich schlimm wän. Dei olle neischkierige Tante draff us Karo ruhig maol‘n bäten verjaogen!“
Oma: „Jung doch uck. Wat schall dat. Maok dat Menschke doch nich noch banger at se all is..!“
Opa will se bäten beruhigen: „Och nu laot‘t dei doch. Ick mag dei, is doch‘ne feine Frou.“ Un liese tou Oma: „Up dat Papier möck uck noch wull schrieben…“
Omas Oogen blitzt gewaltig. Dor treckt‘n Gewitter up.
Doch dei Kinner kaomt d´tüschken. Frieda: „Wat häss du dor flüstert Opa, wullt du er schrieben? Schöön – villich noch’n Liebesbreif!“ Un lachend tou Oma: „Kann Opa dat? Hätt hei di fräuher uck Liebesbriefe schräben?“ Oma brummelt blots…
Jan kann sick nich trüggehollen: „Sowat bruukde hei bestimmt nich. Opa hätt bestimmt masse Freundinnen hat. Stimmt doch Opa, nich?!“
Opa stäötert: „Jao-jao, ick menn, ick weit nich, ao- aower wenn, dann blots toun üben, b l o t s  toun üben!“
Frieda straokt Oma aower‘t Hoor: „Laot‘se man schnacken. Du schass noch wull väl mehr Verehrer hat häbbn. Aower wenn ick jou vandaoge so hör, disse Targerei. Dann fraogt man sick, worüm du Opa dann hieraot‘t häss?“
Oma wedd gans verlägen un kick nao Opa raower: „Dat weit ick uck nich so genau. Hei köm immer woller an. Dann keek hei mi mit sien bruun‘n Oogen bädelnd an, wi us Karo. Wat schull ick maoken..?“
Jan gans grotkotzig dortüschken: „Ja Oma, wenn man dat so hört, dann moss du, wenn Opa di nich mehr will, usen Karo hieraoten, hihihi!“ 
Oma schüddelt mit‘n Kopp: „Kinner, Kinner, wat schall dat aal. Wi sütt dat ut. Häbbt gi dat Äten denn nu fardig?“
Erna: „Jao,wi sünd sowiet. Salaot moss ute Schöddel nähm‘n. Un hier is‘n schönet Steak. Wullt du dor‘n bäten Ketchup tou?“
„Bloutsoppen mag se nich. Moss ehr dor Suusepeiter up doun“, röpp Opa raower, „dat is wichtig, ohne dat löpp bi Oma nix.“
„Kenn ick nich“, sägg Erna, „wat schall dat wän?“
Oma wedd gans tatterig: „Nu hollt doch di‘n Mund. Fang dor nich uck noch mit an. Dat will kienein hörn!“
Doch Opa markt, dat dei Kinner neischkierig werd‘t: „Suusepeiter sünd Ziepeln, kanns gout van suusen. Oma hollt dor masse van. Dat mott ick jou unbedingt vertelln.“
Hei löpp tou Höchsform up: „Wenn Oma mit ehrn Club ‘ne Radfohrt maokt, staiht sei morgends twei Stunn‘n eiher up un maokt sick Botters mit Hacke- un masse Suusepeiter. Sons kann sei mit all dei ännnern, dei väl jünger sünd, nich mitholln.
Aower dann – wenn et dann wirkt – oha oha, dat schullen gi maol seihn, wi sei dann affgaiht. Dann werd‘t se aal aowerhaolt..!  Un Oma suust dann vörup..!“
„Nu reicht mi dat“, Oma wedd dull, „wenn du nich fors uphörs, so’n Mess tou vertelln, gaoh ick weg“.
Dei Kinner krümmt sick middlerwiele vör Lachen. „Worüm staihs du dann morgens so fräuh up, Oma“, fraogt Jan. „Du kunnst doch man aobends vörher dat Raketenfouer äten…“
Opa kraiht raower: „Blots nich, schnack ehr dat nich woller an. Hätt sei einmal maokt, morgends harn wi kiene Bettdäken mehr!“ Oma staiht up un gaiht hendaol… Wat touväl is, is touväl!

Doch dei Kinner haolt ehr trügge. Nu kummp richtig Stimmung. Nächste Wäken gaiht et wieter.

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Jung un Old…

06.07.2025/KW28- Jung un Old…

Dei Öllern sünd in Urlaub. Dei Kinner, häbbt Oma un Opa toun Middagäten inlaoen. Dei beiden frait sick, dat sei sick maol‘n bäten mit junge Lüe ünnerholln käönt.
„Dat du mi aower nich so väl dumm Tüg schnacks“, will Oma so‘n bäten vörsorgen. „Wat du doch immer häss“, knurrt dei. „Jao, ick kenn di!“ Opa schüddelt mit´n Kopp: „Gaoh wieter..!“
„Oh, dor sünd gi jo“, kummp Erna ehr all toumäute, „vandaoge ät wi buuten. Sett‘t jou dor man gau in´n Gorn an‘n Dischk, dat gaiht glieks fors los.“
Oma lätt sick nich lange nödigen un sett‘t sick fors an denn Gorndischk: „O fein is dat hier, hier kann man dat wull utholln.“
Opa kick noch‘n bäten üm sick tou und schüddelt mit‘n Kopp: „Wat hätt sick dat aal verännert, fräuher wör dei Herd van binnen un dei Lokus buuten. Vandaoge is dat ümgekehrt..!“
„Aower is dat nich schön“, sägg Erna, „hier kanns doch schön chillen.“
Oma kick ehr gans fraogend an:„Jao?“, fraogt sei nao, „wi menns du dat? Schulln wi – schulln wi noch‘n poor Tübbeken schillen?“
„Nä-nä“, lacht Erna luut up, „ick menn chillen, affhangen un so…“
Nu rischket Opa sick: „Verstaoh ick dat richdig. Affhangen, säggs du. Brucks du noch Fleischk för dien Kaoker? Wi häbbt noch wat in us Rökerkaomern hangen. Wat schall‘t denn wän?“ 
Neeee“, Erna wedd all‘n bäten rappelig, „mien Felix bring aals mit, wat wi bruukt. Hei hätt mit all‘ne Mail schickt!“
Dat häff Oma hört: “Jao? – Mähl häss du krägen. Dat is gout, dann kunn ick, wenn gi willt, noch drokke‘n Kouken backen.“ Erna: „Och Oma..“
Dann kummp Felix, Ernas Freund, ümme Ecke, Hoore hoch schorn, schwattet Tüg un äöwerall Ringe…
Opa kann‘t nich laoten un mennt: „Erna, wo häss denn dann funn‘n? Hannelt dei mit Oltiesen ? Denn draffs aower bi‘t Gewitter nich nao buuten schicken. Dor treckt dei Blitz nao. Hihihi.“
Oma stuukt Opa inne Rippen: „Nu hollt doch den Mund. Du kanns et doch einfach nich laoten, ’n Aohnsägel bisse!“
„Sägel?“, Felix, Ernas Freund, krigg grote Oogen, „wat heit dat, ein Boot? Häss du‘n Schipp, Opa?“
„Wat‘n Schipp?“, prustet Opa rut, „nä“, un hei kick schräg nao Oma räower, „nä – ick häbb´n, ick häbb blots‘n ollen Damper..!“
Oha – dei Blick van Oma – dor brennt wat an…
Jetzt kummp Frieda, dei Lüttkeste, mit‘n Jungen ut‘n Huuse. Opa kratzt sick so‘n bäten verlägen an‘n Kopp un denkt luut: „Sowat hätt‘t fräuher uck noch nich gäben, Freien mit Äöwernachtung“, brummt hei.
Oma kick üm schräg an: „Wenn ick so trügge denk. Du wullst uck nie nao Huus. Un wenn ick aals toulaoten har, dann..?“
Opa kott aff: „Dann wörst du vandaoge all Urgoßoma!“
Frieda is pausenlos an gähnen. „Is wull‘n bäten laode worn“, mennt Oma, „fräuher geewt dat nich. Wi sünd mit dei Häuhner nao‘n Bedde gaohn!“
Frieda grinst Oma an un fraogt gans spitz: „Na – un wi biss du dann uppe Stangen kaom‘n?“
Opa schüddelt woller mit´n Kopp: „Oh, oh – wat häbbt gi junge Lüe doch för‘n Muulwark. Dat wör fräuher doch änners. Dor hülln sick dei jungen Lüe noch‘n bäten trügge. Un dei Wichter wüdden noch rot, wenn man se ansprök..“
Markus – Friedas Freund, kick Opa schräg an un grinst: „Ja, wer weit, wat du dei för‘n Schwienkraom vertelld häss…“  Puuh..!
Frieda wedd dei neischkierige Fraogerei touväl. „Häss du nich all buld wat fardig?“, röpp sei nao Erna raower.
„Jao – isset, nähmt jou man all‘n Teller, dat eierste Fleischk is muts fardig.“
„Braoet aower gout dör, sons kann ick’t nich bieten”, mennt Oma, „du weiss jo, wi sünd all‘n bäten öller!“
„Dann dou mi dat Stück man“, lacht Opa, „ick feuhl mi noch nich so old. Old is man eiers, wenn kein‘n Pudding mehr bieten kanns. Ick kann noch aals bieten, ick kann mi sogor in‘n Mors bieten..!“
Erna maokt grote Oogen: „Wat mennt hei dor dann woller mit?“
Nu lacht Oma luut ut: „Ja Kind, dat sünd Opas Schnäcke. Sägget wi  so: Opas Tähn‘n sünd wie Sterne, nachts kaomt se rut!“ Erna gaiht koppschüddelnd.

Aower dat gaiht Grillen gaiht wieter – wedd noch richtig lustig! Vertell ick nächsden Sönndag…


Bi us tou Huus...

Ins Heu juchhe – juchheirassa…..

29.06.2025/KW27- „Ins Heu juchhe – juchheirassa

Dor kanns wat erläwen. As ick lessen Daogs up ein lüttken Spaziergang an eine Mouerweide vörbi köm, wo noch up olle Ort haielt wüdd, klingelde dor up Maol wat, un dat köm ute Weide un – ut ein Haihoopen! Ick dor hen, un jao – ein Handy. Wo kummp dat dor denn hen..? Un langsaom füng dat bi mi in Kopp an tou rattern. Wat wör dor wull los wän. Un wi wör dat noch in miene Jugend, wi güng dat noch tou inne  Haieltied, wat is dor noch van bläben…

Vandaoge kanns kaum noch Weiden finn’n, äöwerall wasst nu dei moderne Urwald (Mais), un wo noch haielt wedd,, süss kien Menschk mehr loopen, bloß grote Maschinen un dornao grote Rundballen. Wenn Kinner Hai hört, denk se an Heuhotel, wenn er fraogs wo dat herkummp, wät dei meistens nich eis, dat et touers Gräss wän is.

„Ins Heu juchhe – juchheirassa“, so heit dat in ein schönet Lied. Doch so schön wör‘t nich immer. Vandaoge wull, mit dei Maschinen. Aower fräuher? Wat wör dat immer för’ne Arbeit! Un gans fräuher –  vör miene Tied?

Mien Uropa wör Schlächter. In Winterdag har hei nouch tou doun. Aower in Sommer? Dei lüttke Landwirtschaft brochte nich väl. Deswägen trügg üm dat inne Maitied hen nao Holland. Dor söchden sei för ehre groten Wischken jümmers Lüe toun Gräss maihen.
Mit veier, fiew Mann, Saißen uppe Nacken, poor Sieen Speck un Schwattbrot in Rucksack, marschiern sei gans toufoute hen nao Holland. Dor kennden sei poor grote Buurn, wo sei jedsjohr dei Wischken affmaihen kunn‘n.
Nao drei bit veier Wäken, mit lüttken Sack vull Geld, güng et woller trügge nao dei Heimaot. Dat wör jo ein groten Upwand – aower mott sick wull lohnt häbb´n…  

Tou miene Tied, inne sesstiger  Johrn, kreegen wi all‘ne Maihmaschinen. Dat wör‘n groten Fortschritt. Aower dat Gräss tou drögen, kosstede masse Maithe. Eiers recht, wenn et leipet Weer wör. Dor wüdd jo noch aals midde Hand, dat heit, midde Harken un Forken maokt. Wenn‘n, schütt‘n, in Geien maoken, räökeln = in lüttke Hööpe sett‘n. Un dann immer nao‘t Weer kieken. Ut‘nänner un woller touhoope – jüss wi dat Weer et touleet.
Un dann uploorn up‘n Ackerwogen, nao Huus hen, up’n Balken sticken,  bit baoben inne Ecken, äöwer dei Haohnenbalken, un gout faste treern. Un dat bi so ein heitet Weer. Wat häbbt wi schweit‘t…

Aower schön wör miene Jugendtied uck. Et geew jo tüschkendör Karms off‘‘n änneret Fest. Un wenn man dann ein lüttket Wicht nao Huus bringen dröff… Junge, Junge – so‘n Hairäökel wör wat Genaues –  ins Heu juchhe..!

Un nu bün ick woller in dei hütigen Tied. Dat Handy is all schnell woller affhaolt worn – van ein junget Wich. As ick ehr vertellde, wo ick dat funn har, lachde sei un sä, dat sei sick gout erinnern kunn. Er güng et wull wi mi fräuher. Also – dat Spill hätt sick nich verännert = Ins Heu juchhe – juchheirassa!

Hai=Heu; Saißen=Sense; Wischken=Wiese; Maithe=Mühe; Wenn’n, schütt’n=wenden, aufschütten; Hööpe, Hairäökel=Heuhaufen;  Haohnenbalken=Querstrebe unter der Dachspitze;

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